Jan 30 2010

Insalata Mista N° 21

von oldman

Jürgen Fenn macht sich Gedanken zur Privatisierung des virtuellen Raums. Mailinglisten, Usenet in Webforen und soziale Netzwerke verschließen sich dem freien Zugang und lassen keinen offenen Diskurs zu.

Bei den Zeitschriften Frankfurter Rundschau (FR) Berliner Zeitung, Kölner Stadtanzeiger und Mitteldeutscher Zeitung (Halle/Saale) gibt es einen großen Schnitt. Gibt es bald nur noch eine anstatt vier?

Im politisch rechten Spektrum gibt es eine neue Zeitschrift. Ein Monatsmagazin mit dem namen »Zuerst« will » die “ganzen Alt-68er, die am Drücker sitzen, ordentlich in die Zange” nehmen«. Dafür findet sich eine zahlende Leserschaft? Oder wird diese Zeitschrift großzügig gesponsert?

Ein launiger Artikel zur OpenCola findet sich bei keimform.de. Open bedeutet hier nicht, das die Dose oder Flasche offen ist, sondern dass das Rezept frei verfügbar ist.


Nov 6 2009

Aus für netzeitung.de

von oldman

Zu lesen bei netzeitung.de:

Aus wirtschaftlichen Gründen wird das bisherige Konzept einer Internetzeitung mit eigener Redaktion zum 31. Dezember 2009 aufgegeben. Aus diesem Grund wird sämtlichen Mitarbeitern in Kürze betriebsbedingt gekündigt werden. Bestehende vertragliche Verpflichtungen der Internetzeitung werden noch im 1. Quartal 2010 erfüllt.

Kommen doch Gebühren für Online-Zeitungen – aber wer zahlt die??


Jun 29 2009

Was ist neu in Firefox 3.5?

von oldman

Firefox 3.5 steht in Form eines mittlerweile dritten Release Candidates unter mozilla.com zum Download bereit; die Final-Version soll am morgigen Dienstag, dem 30. Juni 2009 veröffentlicht werden.
Wer schon mal lesen will, was sich alles ändert – und das ist nicht wenig – findet eine Darstellung bei Golem.
Dort heisst es:

Schnelle JavaScript-Engine, Videos ohne Plug-ins und HTML-5-Funktionen
Für Mozilla ist Firefox 3.5 mehr als eine neue Version, von einem “großen Upgrade für das Web selbst” ist die Rede. Tatsächlich bietet Firefox 3.5 zahlreiche Neuerungen, mit denen sich eine neue Generation von Webapplikationen entwickeln lässt. Neben einer schnelleren JavaScript-Engine sorgen dafür vor allem Funktionen aus HTML 5.

Aber auch: Schneller als der Vorgänger, langsamer als Chrome und Safari


Jun 29 2009

twingly – die Blogsuchmaschine

von oldman

Eine Suchmaschine, die nur in Blogs sucht – twingly – ich hab’s probiert, es funktioniert.

twingly

Damit Dein Blog auch gefunden wird, musst Du Dein Blog bei twingly pingen. Entweder manuell oder über den Pingdienst Deines Blogs. Geht ruckzuck.
Auch einen Microblog Search hat twingly. Über ein Widget kann man twingly ins eigene Blog einbauen


Mrz 27 2009

Rundfunkgebühr: Computernutzer müssen zahlen

von oldman

Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz bestätigt in einem Urteil nun noch einmal: Für einen beruflich genutzten Computer mit Internetanschluss sind grundsätzlich Rundfunkgebühren zu zahlen (Az.: 7 A 10959/08.OVG). Begründung:

Ein Computer mit Internetanschluss sei ein “neuartiges Rundfunkempfangsgerät”, für das laut Staatsvertrag Gebühren zu zahlen seien. Es reiche, dass der Kläger den Rechner zum Empfang der Programme bereithalte. Ob er diese Möglichkeit tatsächlich nutze, sei nicht wesentlich.

Wer sich als Besitzer eines Waffenscheins eine Waffe kauft, mit der man Menschen töten könnte, wird jetzt auch als Mörder bestraft, denn: Ob er diese Möglichkeit tatsächlich nutze, sei nicht wesentlich.


Jan 24 2009

Die Absegnung des Internets

von oldman

Der Vatikan hat Youtube ‘entdeckt’. Papst Benedikt würdigt das “außerordentliche Potenzial” der neuen Technologien, wenn sie dazu genutzt würden, Verständnis und Solidarität zu fördern. Der Vatikan will die Sprache und Kommunikationsmittel der heutigen Zeit zu nutzen, “um ein weltweites Publikum unabhängig von Nationalität und Kultur zu erreichen”.
Schön wäre es, wenn es wirklich zu mehr Verständnis und Solidarität käme.

Via Zeit Online


Jan 22 2009

Obama setzt auf Creativ Commons

von oldman

Und noch einmal Barak Obama. Kaum im Amt, legt er los. Nach Guantanamo ein weiterer Schritt, an den bei George W. Bush nicht zu denken gewesen wäre – er macht Ernst mit seinem Versprechen von mehr Offenheit und Transparenz. Das lässt sich schon an den neuen Urheberrechtshinweisen für die Homepage des Weißen Hauses in Washington ablesen (grau hinterlegt von oldman).

white house

“Wenn nicht anders angegeben, stehen alle Inhalte dieser Site, die von Dritten geliefert wurden, unter der Lizenz Creative Commons Attribution 3.0. Besucher dieser Website erklären sich damit einverstanden, dem Rest der Welt für ihre Beiträge eine nicht ausschließliche, unwiderrufliche und kostenlose Lizenz in Form der Creative-Commons-Attribution-3.0-Lizenz zu erteilen.”

Nicht so spektakulär wie Guantanamo, aber es zeigt die Tendenz – weiter so!

Via Golem


Jun 20 2008

Twitter – Kommunikationsform oder Hintergrundrauschen?

von oldman

Nicht mehr neu, hat Twitter wohl inzwischen den Mainstream erreicht. Heise kündigt einen Artikel in seinem Magazin iX zum Micro-Blogging an – Titel: Micro-Blogging ist mehr als ein Modetrend. Damit wäre es amtlich.

Der Online-Dienst Twitter generiert eine sogenannte Micro-Blogging-Seite, auf der User, einmal registriert, mit maximal 140 Zeichen Informationshäppchen publizieren können. Und das nicht nur über diese Webseite, sondern über verschiedene mobile Kanäle. Diese Art Newsticker wird nicht nur bei halbwüchsigen Online-Junkies und in Web-2.0-Zirkeln immer beliebter. In vielen Unternehmen ist Twitter für den täglichen Kommunikationsfluss – insbesondere bei der Projektarbeit – bereits eine ernstzunehmende Alternative zur offiziellen E-Mail. Auch Nachrichten-Sites wie der Welt-Ableger Welt kompakt oder CNN twittern und liefern Informationshäppchen aus der Redaktion in Form eines Micro-Blogs.

Ich habe mir mal diverse Twitter-Informationshäppchen angelesen, bei Welt kompakt z.B. und in diversen Blogs. Der Informationsgehalt tendiert in den meisten Fällen gegen Null. Wenn ich lese, dass der Absender gerade in Barcelona gelandet ist, eine halbe Stunde später im Hotel eincheckt und sich frisch macht, dann sind das natürlich schon in gewisser Weise Informationen, aber aus meiner Sicht haben diese Meldungen lediglich eine soziale Komponente für den Absender. Mangels Ansprechpartner vor Ort, werden die räumlich nicht vorhandenen Freunde und Bekannten mit small talk bedacht und vermitteln dem Absender eine Art Beisammensein. Insoweit i.O., da diese Freunde und Bekannten ja selbst entscheiden können, ob sie diese Meldungen empfangen wollen; allerdings verstehe ich nicht, warum Twitter-Meldungen weltweit gestreut werden – über Websites oder durch offene Einbindung in Blogs. Die nächste Stufe wäre die Übertragung des gesamten Tagesablaufs in Bild und Ton mittels Webcam (wahrscheinlich gibt es das auch schon irgendwo?).
Wenn ich dann den Tagesablauf eines Freundes (oder mehrerer!) verfolge, komme ich nicht mehr zu einem eigenen Leben. Da das niemand will und macht(?), werden die Twitter-Meldungen zum Hintergrundrauschen, zu dem, was ‘twitter’ auch in der Übersetzung bedeutet: Geschnatter, Gezwitscher.

Damit das nicht in den ‘falschen Hals’ kommt – jeder entscheidet für sich selbst, ob er twittert oder nicht und ich nehme hier auch keine moralische Bewertung oder gar Verurteilung vor – es geht mir ums Verstehen.