Feb 6 2010

Winter ade – es geht weiter

von oldman

Ist er wirklich vorüber, der Winter? Die letzten Wochen hat er sich ja sehr ins Zeug gelegt und mir einiges an Frühsport verschafft. Viel Weisses habe ich beiseite geschoben. Aber schön war es auch! Jetzt gibt es nur noch Reste. Sieht nicht mehr und noch nicht schön aus. So etwas wie »Niemandszeit«.

Tauwetter

An anderer Stelle wird an die kommende Frühlingszeit gedacht und daran gearbeitet, dass die Obsternte in 2010 ertragreich wird. Die Ruhezeit der Natur wird genutzt. Der Obstbauer kann nicht bis zum März warten.

Baumschnitt

Bald werden die ersten Farben im matten Grün auftauchen. Die Spitzen der Frühlingsblüher sind unter dem Schnee schon aus dem Boden gekommen.


Dez 26 2009

Draussen leben bringt Winterfell

von oldman

Zu DDR-Zeiten erlebte er ein Fiasko – der Rinderoffenstall. Aber nicht, weil er grundsätzlich falsch war, sondern weil er – wie auch andere Dinge – falsch verstanden und verwendet wurde.
Bei uns im Dorf hat ein Bauer einen Offenstall und die Rinder gedeihen dort prächtig und legen sich ein lockiges Winterfell zu. Selbst bei -18°C und kälter ist der Stall offen und die Tiere haben damit keinerlei Probleme. Es sind Limousin-Rinder, die sich anscheinend gut den klimatischen Besonderheiten anpassen. Vom späten Frühjahr bis in den November sind sie komplett draussen auf der Weide; im Winter im Offenstall.

blick_nach_draussen_1

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Okt 25 2009

Frauen werden molliger und fruchtbarer

von oldman

Heidi Klum und Kate Moss sind nur eine Seitenlinie der Evolution – die Hauptlinie hat mit den Frauen etwas anderes vor.

Die Frau der Zukunft ist kleiner und molliger, dafür ist sie gesünder und fruchtbarer. Das hat eine Studie von Evolutionsbiologen um Stephen Stearns von der Yale University ergeben (»Proceedings of the National Academy of Sciences«, online).

Via NZZonline


Jun 11 2009

Herr der Fliegen

von Michael

Seit mehr als 3 Wochen bin ich täglich am grillen. Zum Unmut der oberhalb ansässigen Nachbarn. Aber Sommer ist Sommer. Und da ich in den nächsten 3 Monaten ausser Landes bin, nehme ich mir die Freiheit, quasi im voraus mein Rauchpotenzial auszuschöpfen. Aber zwischenmenschliche Rücksichtnahme soll jetzt hier nicht das Thema sein. Vielmehr geht es mir um die Frage: Haben Fliegen eine Seele? Und wenn ja, warum?

Aufhänger zu diesem scheinbar unwichtigem Thema ist die Tatsache, dass eine unübersehbare Anzahl von Eintagesfliegen, trotz Rauchbelästigung und drohendem Tod durch Fliegenklatsche, sich nicht davor fürchten, geltendes Hausrecht auf dreisteste Art zu missbrauchen. Ich habe mir heute einmal die Mühe gemacht, mittels
Strichliste, die Anzahl der von mir dahingemeuchelten Nervtöter festzuhalten: 113 Fliegen in 3 Stunden.

Interessant ist, dass die Hinterbliebenen sich immer an den Friedhof ihrer verstorbenen Kumpanen begeben: meinem Staubsauger. Intuition? Intelligenz? Beides? Scharfe Beobachtungsgabe? Geruch? Man weiss es nicht. Zumindest weiss ich es nicht. Darf man Fliegen töten?Und wenn ja, warum, keine Hunde oder Katzen? Fliegenklatschen kann man überall kaufen. Aber versuchen Sie mal Hunde- oder Katzenklatschen zu erwerben! Kriegen Sie nirgendwo.

Der Mensch neigt offenbar dazu, Tiere unwillkürlich zu bewerten. Liegt der Grund einfach in der vermuteten Grösse des erlegten Tieres? Oder ist es vielmehr die Sympathie, die wir gewissen Geschöpfen entgegenbringen? Eine friedlich schlummernde Katze wirkt auf uns Menschen angenehmer, als eine Hundertschaft wild umherfliegender, nervtötender Urparasiten. So scheint es. Existieren Fliegen nur, damit Frösche und anderes glitschiges Reptil, genug Nahrung haben? Man weiss es wieder einmal nicht. Tatsache ist und bleibt: ich dulde keinerlei Hausfriedensbruch. Auch nicht von Fliegen. Beim Genuss von gegrilltem Fleisch, Fisch und Gemüse penetrant gestört zu werden, zieht automatisch die Todesstrafe nach sich. Intuitiv übrigens.

Nachsatz von oldman: Dies ist der zweite Artikel von Michael, jetzt unter seinem Namen. Den ersten Artikel, noch als Gastbeitrag, findet man hier.


Apr 11 2009

Am Rodder Maar

von oldman

Den Sommertag am Karfreitag konnte man nur draußen verbringen. Blauer Himmel, bis zu 25° C und ein angenehmer Wind – so könnte es bleiben, wärmer muß es nicht werden.
Also ging es ‘raus, mit Freunden wandern, am Rodder Maar. Die Sicht war, wie so oft bei warmen Wetter, nicht sehr gut, leicht diesig. Aber der Blick mußte gar nicht in die Ferne gehen, denn zu unseren Füßen gab es Interessantes zu sehen.

Ringelnatter

Diese Ringelnatter hätten wir fast übersehen. So imposant sie auf diesem Bild erscheint – in natura war sie nicht länger als 30cm und bleistiftdick. Aber wie man sehen kann, züngelte sie fleißig und bewegte sich zügig über den Weg in die angrenzenden Büsche. Schön, so etwas in freier Natur zu sehen.

Abends dann ein passender Ausklang des schönen ‘Sommertages’ bei Essen und Wein – natürlich gab es Fisch, wie sich das für einen Freitag gehört – obwohl keiner der Beteiligten dies aus religiösen Gründen tat. Das hat mittlerweile die religiöse Herkunft verlassen.


Okt 3 2008

Propaganda und bewusste Falschinterpretation

von oldman

Ab und an lese ich die ‘Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung‘. Und dort findet sich in unregelmäßigen Abständen etwas von Winand von Petersdorff. Sein Steckenpferd reitet er gegen ökologische Landwirtschaft .
So auch in der Ausgabe Nr. 39 vom 28. September 2008, Seite 44 (online haben nur Abonnenten Zugriff auf den Text). Er interviewt Michael Mack, Chef des Pflanzenschutzkonzerns Syngenta. In diesem Interview wird das hohe Lied der chemischen Pflanzenschutzmittel gesungen und der Interviewer fungiert als bestellter Stichwortgeber.

Frage an Michael Mack: Sie gehen nicht in den Bio-Supermarkt?

Antwort: Ich kaufe keine Öko-Lebensmittel. Ich würde mich damit nicht sicher fühlen. Die Mittel, die in der konventionellen Landwirtschaft angewandt werden, sind in Hunderten Untersuchungen und aufwendigen Zulassungsverfahren als sicher bewertet worden. Das gibt mir Vertrauen in die Lebensmittel, die dort wachsen. Was auf den Feldern des ökologischen Landbaus ausgebracht wird und welche Tests diese Mittel durchlaufen haben, weiß ich nicht. Und man sollte sich vor der Idee hüten, das etwas gesund ist, nur weil es natürlich ist.

Contergan hatte seinerzeit auch Zulassungsverfahren durchlaufen.
Das, ‘was auf den Feldern des ökologischen Landbaus ausgebracht wird’, kennt Herr Mack anscheinend nicht. Ich weiß nicht, was im konventionellen Landbau verwendet wird. Im ökologischen Landbau Verwendetes unterliegt mindestens gleichwertigen Kontrollen.
Natürlich ist nicht alles gesund, weil es natürlichen Ursprungs ist. Ein Schlangenbiss kann tödlich sein und es gibt viele natürliche Gifte.

Eine dümmliche Argumentation von Herrn Mack; schlimm, das der Interviewer nicht einhakt. Aber das will er ja auch gar nicht, da diese Argumentation in sein Bild von ökologischer Landwirtschaft passt.


Sep 29 2007

Künstliches Leben – eine Antwort?

von oldman

Künstliche Lebensformen zu schaffen, ist ein vielgeträumter Wunsch. Dabei taucht zwangsläufig die Frage auf, was “Leben” ist. Wo ist die Grenze von der Mechanik zur Biologie? Der an der Basler Universität lehrende Philosoph Andreas Brenner hat sich in einem neuen Buch dieser alten Frage angenommen. Das Buch kann kostenlos im pdf.Format hier heruntergeladen werden. Eine Rezension gibt es hier.