Feb 18 2010

Inzest im alten Ägypten

von oldman

Nun ist es endlich(?) raus, wer die Eltern von Tutanchamun waren. Nach Tausenden von Jahren wurde dies nun anscheinend zweifelsfrei(?) bewiesen. Für einen Vaterschaftsprozess zu spät – oder gibt es identifizierte, lebende Nachfahren von Tutanchamun?
Was wir schon immer wissen wollten und mich brennend interessierte und was ich schon immer ahnte – die Pharaonen trieben es toll! Es wurden die Töchter geheiratet und mit ihnen wurden Kinder gezeugt. Da fällt mir Amstetten ein – waren die Pyramiden in Wirklichkeit Verliese?? Ein weiterer Kriminalfall, aber wohl verjährt.


Nov 21 2009

Kinder und Klima

von oldman

Gestern war Kindertag – wer hat’s gemerkt? Wie sieht die Zukunft für die Kinder aus? Was hinterlassen wir ihnen?

eis-klima

Bei Sonnentaler findet sich ein pädagogisches Modul zum Thema Das Klima, mein Planet und ich!.

»Was passiert, wenn Inlandeis schmilzt? Was, wenn Meereis schmilzt? Wie haben sich die mittleren Temperaturen auf der Erde in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Warum ist Kohlendioxid (CO2) ein Treibhausgas und wie hat sich seine Konzentration im letzten Jahrtausend verändert? Welche Folgen hat der Klimawandel für unsere Gesundheit und die Artenvielfalt?« – all das wird behandelt.

Die Arbeitsblätter gibt es hier.

Mit etwas Ironie kann man sagen: »Wenn wir den Kindern den Klimawandel bescheren, sollen sie wenigstens verstehen, was wir mit angerichtet haben!« Oder gibt es doch noch Hoffnung??


Okt 25 2009

Frauen werden molliger und fruchtbarer

von oldman

Heidi Klum und Kate Moss sind nur eine Seitenlinie der Evolution – die Hauptlinie hat mit den Frauen etwas anderes vor.

Die Frau der Zukunft ist kleiner und molliger, dafür ist sie gesünder und fruchtbarer. Das hat eine Studie von Evolutionsbiologen um Stephen Stearns von der Yale University ergeben (»Proceedings of the National Academy of Sciences«, online).

Via NZZonline


Okt 4 2009

Saxophone und Kaufrausch

von oldman

Heute war das Konzert des Signum Saxophonquartett, in Bonn, im Kammermusiksaal des Beethovenhauses (Programm: Werke von Grieg, Lévy, Bach, Desenclos, Schostakowitsch, Iturralde). Ich hatte mir eine Karte geholt, habe mich auf das Konzert gefreut und fahre nichtsahnend nach Bonn rein. Dort dachte ich, micht trifft der Schlag – die Innenstadt gerammelt voll – was ich nicht wußte: Am 3. und 4.10. war Bonnfest, an beiden Tagen alles verkaufsoffen (wie ich jetzt lese). Mir kam es so vor, als ob die Geschäfte nach einem Jahr das erste Mal wieder geöffnet hatten. Was da unterwegs war, nicht nur zum Schauen, auch mit prallen Einkaufstüten in der Hand – um unsere schöne Konsumwelt muß uns nicht bang sein.

Der Konzertraum dagegen wie eine Oase, mitten in der Fußgängerzone, wenige Meter vom Trubel weg. Es waren sogar Plätze frei – da hätten sich noch Einige von den Schaufenstern losreissen können.
Das Saxophon kommt ja von der Klassik, das vergesse ich immer wieder, da durch Jazz und Rock mit dem Instrument (leider nur hörend) in Berührung gekommen. Klassische Musik auf dem Saxophon ist dann für mich eher gewöhnungsbedürftig, stellenweise eher langweilig. Die vier Musiker sind technisch brillant, aber letztlich fehlt etwas. Bei dem Stück von Fabien Lévy kam das aus den Instrumenten, was ich damit verbinde – expressive Klänge. Klassik auf Saxophonen ist für meine Ohren zu geschmeidig. Für den weit überwiegenden Teil des Pubklikums wohl eher nicht. Das war schneinbar alles Abo-Publikum und obwohl ich fast 59 bin, habe ich den Altersdurchschnitt wahrscheinlich entscheidend reduziert. (Was passiert mit den Klassikkonzerten, wenn sich die Rentneranzahl mit den geburtenschwachen Jahrgängen drastsich reduziert – ist mir da durch den Kopf gegangen?)
Aber dann läuft vielleicht HipHop im Kammermusiksaal und es ist ausverkauft. Warum auch nicht, immer noch besser, als Shoppen.


Jan 19 2009

Zweierlei zum 90jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts

von oldman

Vor 90 Jahren durften Frauen in Deutschland das erste Mal wählen. Renate Kynast äussert sich dazu und zum Feminismus in Deutschland in einem Interview mit der taz.de

Auch in der taz.de die folgende Meldung:

Im Westen nichts Neues, in Berlin schon: schwimmende Muslima im Badeanzug. Jetzt zieht Berlin nach: Sportsenator Körting und die Berliner Bäderbetriebe erlauben den “Burkini”.


Jan 18 2009

Weltbild und Navigation

von oldman

In meiner Kindheit faszinierte es mich immer, wenn in den Western-Filmen die Trecks in den Westen, von Scouts durch völlig unwegsames Gelände geführt wurden. Und das über hunderte von Kilometern (oder Meilen, wie das im wilden Westen richtige Entfernungsmaß lautete). Es ging über Stock und Stein, verschneite Pässe, durch breite Fuhrten. Alles ohne Landkarten. Die Scouts hatten den wilden Westen im Kopf, vor dem inneren Auge. Sie hatten eine Vorstellung von diesem Teil der Welt.

Später übertrug sich die Faszination auf Karten jeder Art – Stadtpläne, Wanderkarten, Autokarten etc.. Besonders begeisterten mich die sogenannten Messtischblätter, die sehr detailgenau sind. Hatte ich mir die Karte einmal angesehen, hatte ich eine Vorstellung von der Landschaft, der Stadt und fand mich zurecht, auch wenn ich mal vom geplanten Weg abkam und die Karte nicht dabei hatte.

Vor kurzem fuhr ich mit einem Freund, der ein Navigationsgerät im Auto hat, eine längere Strecke. Nicht nur auf Autobahnen und Bundesstrassen, sondern sozusagen “über Stock und Stein”. Das Navigationsgerät führte uns fast metergenau und alles klappte wunderbar. Und ich muß sagen, daß ich davon begeistert bin, was dieses kleine Gerät alles kann (in Verbindung mit GPS) – auch neben der Navigation (MP3-Player, Freisprechanlage, Imagebetrachter).
Allerdings hätte ich die gefahrene Strecke nicht rekapitulieren können. Ich hatte keine Vorstellung von der Ebene, in der wir uns bewegt hatten. Versteht mich jemand, wenn ich sage, daß ich dies bedauere?


Aug 29 2008

Anonymes Sterben im Betreuten Wohnen

von oldman

Etwas Zeit gebe ich mir noch, bis ich selbst aktiv mit diesen Themen in Berührung komme, aber schon heute lese ich Meldungen darüber mit Interesse. Wie und wo verbringe ich meine letzten Jahre? “Betreutes Wohnen” wäre eine Möglichkeit.

Als betreutes Wohnen werden Wohnformen bezeichnet, in denen Menschen, unter anderem alte Menschen, psychisch Kranke, Behinderte oder Jugendliche von Sozialarbeitern bzw. Psychologen, Erziehern, Therapeuten oder Pflegekräften dahingehend betreut werden, dass bei gleichzeitiger Unterstützung zur Bewältigung der individuellen Probleme die größtmögliche Autonomie gewährleistet wird.

In einem “Betreuten Wohnen” der Katholischen Kirche hat man es mit der “größtmöglichen Autonomie” sehr ernst genommen oder falsch verstanden. Dort wurde der Tod eines Rentners erst nach 10 Tagen bemerkt – weil die Nachbarschaft sich über den Geruch beschwerte. In der Wohnanlage mit 72 Wohnungen gibt es keine Pflegekräfte, keine Rezeption und keine Seelsorge. Die einzige Mitarbeiterin, die werktags lediglich eine Stunde Sprechstunde habe, sei zum Zeitpunkt des Todes im Urlaub gewesen. Eine Vertretung habe es nicht gegeben.
Darf sich so etwas “betreutes” Wohnen nennen – und dafür dann auch noch einen höhere Miete kassieren? Wieder eine Erfahrung reicher. Betreutes Wohnen kommt wohl nicht in Frage, dann schon eher eine Senioren-Wohngemeinschaft?


Apr 26 2008

Väter an den Herd

von oldman

Unserer Familienministerin nehmen zu wenige Väter die Elternzeit in Anspruch. Das will sie ändern. Die grandiose Idee zur Umsetzung sieht so aus:
Das Elterngeld solle nur noch dann voll ausgezahlt werden, wenn die Väter länger als zwei Monate zu Hause bleiben!

Das klingt mir verdächtig nach: Väter gehören an den Herd! Ein so genanntes “Kompetenzzentrum Familie” empfiehlt ebenfalls die Zahl der Vätermonate zu erhöhen.

Die Ministerin sieht einen Trend in der Zunahme von Geburten. Erstmals seit Jahren sei kein Geburtenrückgang, sondern stattdessen die höchste Geburtenrate seit der Wiedervereinigung zu verzeichnen.

Wenn das daran liegt, dass die Eltern eine Elternzeit in Anspruch nehmen können, dann wäre die rigorose Lösung, die Elternzeit auf 18 Jahre auszudehnen. Natürlich für Mutter und Vater. Die Kinder gehen dann arbeiten, um die Eltern zu ernähren. Dann wird Roman Herzog sich wieder melden und über eine Rentnerdemokratie klagen, die auf Kosten der Jüngeren lebt!

Quelle und weitere Informationen
Väter in der Elternzeit – Von der Leyen für längere Baby-Auszeit