Nov
29
2009
von oldman
Der Haushalt ist der unfallträchtigste Ort und so ist es auch nicht verwunderlich, das es mich im Haushalt »erwischt« hat. Ein Muskelfaserriss in der Wade »musste« es sein. Ich war überrascht, wie laut die Muskeln reissen. Jetzt heisst es Geduld haben und durchs Haus und die nähere Umgebung humpeln. Das geht zum Glück ganz gut.
Sogar das Autofahren über kurze Strecken ist möglich – es ist das linke Bein und seit kurzem habe ich ein Auto mit Automatikschaltung, so dass ich das relativ gut bewältigen kann. Was das Schwierigste dabei ist, ist das Ein- und Aussteigen. Das übliche »Rein- und Rausdrehen« funktioniert z.Zt. nicht so ohne Weiteres – ich muss die Tür sehr weit aufmachen, mich mit dem Rücken zum Sitz stellen, niedersetzen und dann die Beine nachziehen – raus dann umgekehrt. Und dazu braucht es Platz, den mir die Mitmenschen auf Parkplätzen selten einräumen (ohne bösen Willen, denn niemand weiss, das ich Platz brauche). Ich parke möglichts abseits, aber das geht nicht immer.
Insoweit kann ich momentan gut nachvollziehen, was Erika Knobloch bei OFFENE PLATTFORM schreibt. Sie ist schwerbehindert und um überhaupt irgendwo hinzukommen, braucht sie ihr Auto. Und sie ist infolge ihrer Schwerbehinderung hinsichtlich Parken und Ein-/Aussteigen weit mehr gehandicapt als ich (und das ja dauerhaft und nicht nur mal vorübergehend). Eine Parkerleichterung würde ihr das Leben in dieser Hinsicht sehr erleichtern. Aber wie das so ist – das Gesetz sieht eine Parkerleichterung für sie nicht vor, wie Frau Knobloch schreibt.
1999 habe ich das erste Mal beim Ordnungsamt einen Antrag auf eine Parkerleichterung gestellt, weil ich der Meinung war, dass ich mit damals 80 Prozent Behinderung und dem Merkzeichen »G« (erhebliche Körperbehinderung) doch eigentlich eine Parkerleichterung erhalten sollte. Dem war aber nicht so. Heute habe ich 90 Prozent Behinderung und die Merkzeichen »G« und »B« (Begleitperson beim Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel) aber eine Parkerleichterung habe ich immer noch nicht.
Ich weiß heute, dass es nicht die Schuld des Ordnungsamtes in Dresden ist, sondern dass es gesetzliche Bestimmungen gibt, auf die sich die Mitarbeiter berufen. In denen heißt es, dass man mindestens oberschenkelamputiert oder querschnittsgelähmt sein muss, um das »aG« und damit die Parkerleichterung zu erhalten. Aber lassen sich Einzelschicksale wirklich in vorgefertigte Schubladen packen? Muss man nicht viel mehr berücksichtigen, welchen Zugewinn an Lebensqualität und wieder gewonnene Selbstständigkeit der betreffende Mensch erhalten könnte und müsste man nicht darauf die jeweilige Entscheidung begründen?
Wenn ich so etwas lese, fällt mir ein alter Spruch ein: »Rechtlich einwandfrei, aber moralisch höchst bedenklich!«
Wem geht oder ging es ähnlich wie Frau Knobloch? Wer hat bessere Erfahrungen gemacht? Frau Knobloch würde sich über Erfahrungen, Tipps etc. freuen.
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Apr
8
2009
von oldman
Wenn das kommt, wird es bald keine ruhige Zone mehr geben?
Das britische Unternehmen Warwick Audio Technologies hat ein als “Flat Flexible Loudspeaker” (FFL) bezeichnetes Lautsprecherlaminat entwickelt. Es ist dünn, biegsam, lässt sich günstig herstellen, gut verstecken und soll sich fast überall anwenden lassen.
Unter 0,25 mm dick, kann dieses Laminat fast überall eingebaut werden. Und was “kann”, das machen wir ja bekanntlich!
Via Golem
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Mrz
27
2009
von oldman
Via NZZ:
Eine Beschneidung senkt bei Männern das Risiko, sich beim Geschlechtsverkehr mit Herpes und bestimmten Warzenviren anzustecken. Zu diesem Schluss kommt eine amerikanische Studie, die im “New England Journal of Medicine” erschienen ist.
Ich lasse mich trotzdem nicht beschneiden. Ich habe mich auch noch nie angesteckt. Vielleicht senkt eine Totalamputation das Ansteckungsrisiko noch mehr?
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Feb
1
2009
von oldman
Gerade sind mir ein paar Notizen in die Hände gefallen. Sind aus 2007, als ich ein paar Wochen in einer Reha-Klinik verbrachte (wg. kardiologischer Probleme). Da ging es auch um die Änderung von Essensgewohnheiten.
Diese sind ja ganz stark geprägt von Herkunft und Erziehung. Sie mögen noch so absonderlich sein – zu ändern sind sie sehr schwer oder garnicht. Sie werden auch nie oder selten in Frage gestellt, höchstens von Dritten, wozu natürlich die Ärzte gehören.
Sollen die Essensgewohnheiten geändert werden – wie z.B. in der Reha, aus gesundheitlichen Gründen – hörte ich immer wieder: “Die wollen mir nun auch noch das Essen wegnehmen!” “Die”, das waren die Ärzte. Die Änderung der Essensgewohnheiten wird im Grunde einem medizinischen Eingriff, fast einer Amputation, gleichgestellt. Wenn schon ernstlich krank, dann wollen die Menschen wenigstens noch “die gute Butter” auf dem Brot haben (“die können mir doch nicht alles wegnehmen”), auch wenn kritische Blutfettwerte vorhanden sind.
Es gibt Sachverhalte, da versagen Erkenntnis und Verständnis. Selbst die, die während der Reha streng die Essensvorgaben akzeptiert hatten (und nicht Abends in der nahegelegenen Gaststätte munter alles nachholten), sind nachher wieder rückfällig geworden, wie ich so mitbekommen habe.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – wider besseres Wissen.
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Jan
5
2009
von oldman
Nein, es geht nicht um den jungen Johannes Heesters, sondern um eine Anzeige in einem Naturkostmagazin.
Singender, tanzender, dynamischer Mann
90J., Vegetarier, Lebensphilosoph, Lebenssäulen:
Wahrheit, Güte, Schönheit. – Traumhaus, Bach,
Wiesen, Obstgarten, Schwimmteich, Wunderbar
viel Liebe geben – nehmen. Chiffre xxxxxx
Ich lese diese Anzeige immer wieder und rätsele – was will er damit sagen? Ist das eine Kontaktanzeige? Oder eine poetische Wallung, die ans Licht mußte? Ich finde keine Erklärung.
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Dez
16
2008
von oldman
Heute war ich seit längerem mal wieder in unserer Kantine. In der Cafeteria wurde ich dann überrascht – auf den ersten Blick sah es aus, wie eine Postfiliale voller Telefonkabinen. Als ich dann aber mehrere Personen in einer Kabine sah, die allesamt rauchten, schaute ich mir das mal genauer an.
Es waren, bzw. sind, Raucherkabinen! Schon wieder eine Marktlücke geshlossen. Der Rauch wurde wirkungsvoll nach oben abgesaugt.
Den kann man dann in Tüten verpackt kaufen und auf der Heimfahrt schnüffeln!
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Jul
15
2008
von oldman
Die Raucher haben es nicht leicht, müssen Raucherclubs gründen oder auf die Straße gehen, um zu rauchen. Sind sozusagen die neuen Geächteten. Mal sehen, wer als nächste Bevölkerungsgruppe in ähnlicher Weise betroffen ist. Vielleicht die Biertrinker oder Schnitzelesser oder…. ?
Dabei hat das Nikotin auch zumindest eine positive Wirkung.
Wissenschaftler des King’s College London haben jetzt an Ratten entdeckt, dass Nikotin die kognitive Leistungsfähigkeit steigt. Um 15 Prozent haben sich bei Ratten, denen Nikotin injiziert wurde, die Lern- und Erinnerungsfähigkeit sowie andere kognitiv Leistungen verbessert, um 5 Prozent die Konzentration und Reaktion auf visuelle Reize.
Muss man sich jetzt entscheiden – gesund und doof oder krank aber schlau? Rauchen unsere Politiker eigentlich?
Quelle: Telepolis
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