Mrz 29 2009

Nichts für schwache Nerven

von oldman

Wer etwas für wirklich schwarzen Humor übrig hat, vor blutigen Szenen nicht zurück schreckt und Filme wie Pulp Fiction mag, dem kann ich den Film “Der Knochenmann” empfehlen.

knochenmann

Der Film weicht stark vom Buch ab, was aber kein Manko ist. Er steht als eigenständiges Werk neben dem Buch – keine Literaturverfilmung, sondern eine Adaption der Vorlage, die auch dem, der das Buch kennt, ein neues Vergnügen bereitet (sofern man diese Art Humor mag).
Hader und Bierbichler sind grandios in einer insgesamt stimmigen Produktion. Abgegriffen aber zutreffend: Kultfilm.

Zur Zeit im Kino “Neue Filmbühne” in Bonn-Beuel.


Jan 23 2009

Gandalf ist tot

von oldman

Ja, ich weiß, der hat nie gelebt, zumindest nicht wirklich, nur in unseren Köpfen, im Buch, Film und Hörspiel – und natürlich in Mittelerde.

Stimmlich war für mich aber Gandalf immer gleich Manfred Steffen – oder umgekehrt. Egal wo und zu welcher Gelegenheit ich Manfred Steffen hörte – immer entstand sofort Gandalf vor meinem geistigen Auge.
Manfred Steffen ist gestern verstorben. Seine konservierte Kunst bleibt uns glücklicherweise erhalten.


Sep 20 2008

Ansehen: Die Kunst des negativen Denkens

von oldman

Die Kunst des negativen Denkens

Wer noch nach einem Film sucht, den er sich am Wochenende ansehen könnte und etwas für schwarzen Humor übrig hat und auch gerne mal über die überzogene Form des think positiv lacht, der muss sich Die Kunst des negativen Denkens ansehen! Ich habe lange nicht mehr so gelacht. Ein Film, wie er nur z.Zt. wohl nur in Skandinavien entstehen kann. Ansehen!


Aug 13 2008

Von den Briten übernehmen…

von oldman

Dies sollten wir von den Briten übernehmen, das würde meine volle Zustimmung finden.

Kino und das Verschlingen von Popcorn gehörten bislang zusammen. Zumindest die Tüten und Kübel wurden immer größer. Damit soll jetzt auch in der britischen Kinokette Picturehouse Cinemas Schluss sein. Kunden hätten sich über den Dreck und die Geräusche beschwert, die durch den Verzehren von Popcorn im Vorführraum entstehen. Auch der von Popcorn ausgehende Geruch ist nicht für jedermann ein Genuss, ebenso wenig wie die Mitzuschauer, die offenbar nicht still sitzen können, sondern zumindest ständig die Mundklappe und eine Hand in Bewegung halten müssen. Viele Menschen würden Popcorn schlicht hassen.

Versuchsweise wurde bereits ein Kino zum Popcorn-freien Terrain erklärt. Die Ergebnisse sind so, dass man nun in allen Kinos zumindest Popcorn-freie Vorstellungen anbieten will.
Deutsche Kinobetreiber – bitte folgen!

Quelle: TELEPOLIS


Jul 29 2008

Beim Film anschauen gefilmt werden?

von oldman

Im Kino schaut man sich Filme an oder schläft oder ist mit der Begleiterin zu Gange. Wem das nicht reicht, der sollte nach England reisen. Dort soll man jetzt beim Film schauen auch noch gefilmt werden.
Die größte britische Filmtheater-Kette Odeon Cinemas installiert in neun ihrer größten Kinos ein sogenanntes Closed-Circuit-Television-System.

Das heißt nichts anderes, als dass jetzt Überwachungskameras die Zuschauer in den Kinosälen ununterbrochen filmen und die Bilder live an einen Monitor im Foyer senden.
Auf diese Weise könne das Personal “das Verhalten der Zuschauer besser beobachten und so Verbrechen verhindern”. Das gesamte Material wird aufgezeichnet, 31 Tage gespeichert und dann gelöscht. Nur “verdächtige” Szenen würden “als Beweismaterial” aufgehoben, sagen die Kino-Ketten-Betreiber – alles “zur Sicherheit der Kunden”.

Da heißt es: Vorsicht! und immer anständig bleiben. Die letzten romantischen Ecken gehen nach und nach verloren.


Mrz 14 2008

Film: There will be blood – eindrucksvoll, aber auf eine andere Weise

von oldman

There will be blood

Ein grandioser Film, dessen 158 Minuten Spieldauer mir nicht lang geworden sind. Eine herausragende schauspielerische Leistung von Daniel Day-Lewis.
Aber meines Erachtens nicht die Studie der Seele des amerikanischen Kapitalismus, sondern eine beeindruckende Darstellung der Person des Ölmannes Daniel Plainview, seiner Triebkräfte und seines Lebensweges. Die Gesellschaft spielt keine Rolle in dem Film; er ist zutiefst individualistisch (und insoweit typisch us-amerikanisch), zeigt den an eine Manie grenzenden, sie stellenweise überschreitenden Pioniergeist.
Neben Daniel Plainview wirkt der Prediger Eli Sunday immer auf verlorenem Posten, als der, der von Plainview als dummer Junge behandelt wird. Vielleicht sind die fanatischen Prediger aber so? Die Religiösen werden hier als Gegenspieler von Plainview dargestellt, haben aber nie eine Chance, selbst in dem Moment nicht, als sie Plainview scheinbar demütigen. In dieser Szene kann man schon die Rache erahnen, die Plainview an Sunday wirken lassen wird.

Wer das angekündigte miese Wetter dazu nutzen will, mal wieder ins Kino zu gehen – There will be blood ist zu empfehlen. Die ersten 10 Minuten allein sind den Kinobesuch wert!

Informationen zum Film:
bei Wikipedia