Mrz 16 2009

Karl schaut noch immer finster

von oldman

Eigentlich sollte er zur Zeit ja lächeln. Oft geschmäht, ist er zu Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise auf einmal wieder in. Aber er steht nach wie vor an seinem Platz in Chemnitz und schaut finster (oder nachdenklich?) vor sich hin.

Marx in Chemnitz

Am Wochenende war ich in Chemnitz, zu den Chemnitzer Linux-Tagen 2009. Ein interessantes Erlebnis. Das Foto von dem Karl-Marx-Kopf musste sein.

Die Innenstadt hat ja im Krieg sehr unter der Zerstörung durch Bomben gelitten. Ein rekonstruktiver Wiederaufbau hat leider nicht stattgefunden. Die Innenstadt ist aus meiner Sicht eine architektonische Katastrophe. Riesenbauten, die ein zusammengewürfeltes Ensemble bilden. Einzelne historische Gebäde lassen ahnen, wie es hätte aussehen können.

Haus in Chemnitz am Markt

Die Villen und Jugendstilhäuser im Stadtteil Kaßberg habe ich mir nicht angesehen, leider. Zeit war verfügbar, aber am Sonntag – dessen Nachmittag ich mir für den Kaßberg vorgenommen hatte – regnete es ununterbrochen. Dann beim nächsten Mal!


Mrz 6 2009

Zu den Penguin-Days nach Chemnitz

von oldman

Chemnitzer Linux-Tage 2009

Ich wollte es schon immer mal und nun klappt es endlich! Die Unterkunft ist gebucht und ich freue mich auf die Chemnitzer Linux-Tage 2009.
Einige Vorträge werde ich mir anhören und an den Ständen ein paar von den Leuten kennen lernen, die hinter den Projekten stehen.
Wenn es die Zeit zu lässt, werde ich auch mal durch Chemnitz streifen. Es sollte aber besseres Wetter sein, als während der vergangenen Tage hier bei uns – Regen, Regen, Regen!


Aug 26 2008

Auslagerung von Linux, sidux und Open Source in ein neues Blog

von oldman

Vor einiger Zeit hatte ich ja die Themen ‘Gesellschaft vs Regierung’ und ‘Ökonomisierung des Lebens’ aus diesem Blog heraus getrennt und in die Neugründung [zeitcollector] verschoben. Die Neugründung ist inzwischen auch gut unterwegs.
Mit dem Wechsel von Ubuntu auf sidux kamen dann immer mehr die Themen Linux, sidux und Open Source auf ‘meinen Desktop’.
Meine Überlegungen gingen hin und her. Widme ich dieses Blog hier um, mache es mehr und mehr zum Computer-Blog oder trenne ich ein weiteres Thema ab? Ich habe mich dann für die thematisch saubere Trennung entschieden, was meines Erachtens einiges für sich hat. Es bleiben ja auch ausreichend interessante Themen für dieses Blog hier.
Für Linux, sidux und Open Spurce habe ich RTFM! ins Leben gerufen. Und da es seit einiger Zeit lebt und die Geburtswehen überstanden hat, mache ich es hiermit öffentlich.
Wer also an den Themen Linux, sidux und Open Source interessiert ist, findet dazu etwas bei RTFM!.
Ich würde mich freuen, Euch auch dort zu begrüßen, aber gleichzeitig hier nicht zu verlieren. :-)


Jul 7 2008

TEA – ein Editor für Linux

von oldman

In der Linux-Welt gibt es – der UNIX-Philosophie folgend – für jeden Einsatzzweck ein leistungsfähiges Programm. Es soll gut können, wofür es geschrieben wurde und nicht mit Merkmalen überladen sein, die für den eigentlichen Zweck nicht erforderlich sind. Die sog. eierlegende Wollmilchsau ist verpönt.
Nun gibt es verschiedene Ansichten darüber, welche Merkmale und Funktionalitäten jeweils erforderlich sind, woraus dann eine Vielzahl kleiner, effektiver Programme für den gleichen Einsatzzweck resultieren. Deshalb liebe ich Linux-Systeme auch so – man hat die Auswahl!
Oft wurden die Programme geschrieben, weil User mit den vorhandenen Programmen nicht zufrieden waren und sie sich deshalb ein eigenes Programm aus den vorhandenen entwickelten. So ist das auch bei Editoren.

Jede Linux-Distribution installiert beim Aufsetzen des Systems mindestens einen Editor mit dem OS zusammen. In der Regel sind es vi und ed, sowie ein weiterer Editor, oft nano.
Die Desktopumgebungen Gnome (gedit), KDE (kate) und XFCE4 (mousepad) bringen dann jeweils den in Klammern aufgeführten Editor mit.
Wer darunter nicht den Editor findet, der seinen Ansprüchen gerecht wird, kann aus einem großen Reservoir von Editoren schöpfen.
Ich habe mal in synaptic in den ubuntu-Paketquellen nach “editor” suchen lassen – hier das Ergebnis (ohne Entwicklungsumgebungen und speziellen html-, xml-, LATeX-, Font-, hex-, Sound- … Editoren):

aee, axe, e3, ee, elvis, emacs, fte, gobby, gtkedit, jed, jEdit, joe, jove, kedit, kwrite, leafpad, levee, lpe, mateedit, medit, mg, mped, ne, nedit, qemacs, scite, ted, textedit.app, the, vile, yudit

- uff, das war’s! Einige wenige sind mir vielleicht durchgerutscht, aber es sind trotzdem beeindruckend viele (das Gesamtangebot zu Editoren in Ubuntu 8.04 findet man hier).

TEA - Editor

Ein Editor, den ich oben nicht aufgeführt habe, ist TEA. Er ist auch in den Paketquellen von Ubuntu und sidux, ich habe ihn mal installiert und bin begeistert! Klein, aber mächtig, wie man so schön sagt! Entwickelt hat ihn Peter Semiletov, geboren in Kiev (USSR) 1977. Er arbeitet z.Zt. als Journalist und schreibt meistens über Freie Software/Open source und digitales Sound-/Video-processing. Er hat den Editor für sich geschrieben und das merkt man – im positiven Sinne.
Neben dem, was ein Editor so können muss, findet sich vieles, was ein für den Markt programmiertes Programm nicht beinhalten würde (so nette Gimmicks wie z.B. die Umwandlung von arabischen Zahlen in römische, die Umwandlung von Text in Morsezeichen, die Verschlüsselung von e-mail-Adressen). Und er ist schnell, der kleine Editor, der auch sehr sparsam mit Speicherplatz umgeht.
Die Version in Ubuntu und sidux (die wohl aus den Debian-Quellen stammt) ist auch in deutsch lokalisiert (ich habe die Version 17.5.4 installiert; es gibt mittlerweile eine Version 18).

Wer sich näher damit befassen will – ich habe das Handbuch mal, so gut es mir möglich war, übersetzt – nach bestem Wissen und Gewissen – trotzdem bei Gebrauch kritisch lesen und damit umgehen – Garantie für die Übersetzung bzw. aus dem Gebrauch dieser Übersetzung resultierender Probleme übernehme ich ausdrücklich nicht!
Zu finden ist es hier (es basiert auf dem in der TEA-Version 17.5.4. enthaltenen Manual). Es ist ein html-File, in UTF-8 kodiert.
Das Originalhandbuch (in englisch), beschreibt nicht sämtliche Funktionen, aber man kommt trotzdem gut mit dem Programm zurecht.

Links zu TEA:
Homepage des Editors
Das englische TEA-Manual (pdf-File)
Die Homepage von Peter Semiletov (in russischer Sprache)


Jul 6 2008

Fremdgehen – habe es mal mit sidux versucht

von oldman

Wie hier kurz beschrieben, ist die neueste Ubuntu-Version 8.04 LTS nach meiner Erfahrung nicht auf dem Status, den man von einer LTS-Version erwartet. Die Version 6.04 LTS lief deutlich besser.
So, da es aber in der Linux-Welt reichlich Alternativen gibt, bin ich mal ‘fremd gegangen’ und habe mal sidux ausprobiert – und zwar mit Xfce als Desktopsystem.
Ich weiss nicht, ob es auch der Reiz des Neuen ist, aber der erste Eindruck ist imponierend – Installation dauerte 6:12 Minuten, man wird dabei mittels grafischer Installationsroutine sehr gut geführt. Vorher sollte man sich aber das Handbuch gut durchlesen.
Beeindruckend auch die Geschwindigkeit des Systems und (das muss ich aber noch genauer prüfen) anscheinend hält die Akku-Füllung auch etwas länger, als unter Ubuntu.
Software-Installation mit apt-get geht wunderbar und nach einer Stunde hatte ich das System wieder so, wie ich es haben wollte.

Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt, ob sich die Bedenken von home42 hinsichtlich der Stabilität bewahrheiten.


Jul 4 2008

Service Pack für Ubuntu 8.04 – zu viele updates in kurzer Zeit

von oldman

Bei Golem lese ich, dass es ein erstes Service Pack für Ubuntu 8.04 gibt. Da ich seit der Installation immer die Updates eingespielt habe, ist das auf meinen Laptops schon alles drauf.
Seit der Installation habe ich aber gut und gerne so um die 200 MB updates runtergeladen. Hat alles prima funktioniert, sieht mir aber schwer nach einem über Monate verteilten Release aus. Bei der LTS 6.04 war das seinerzeit anders. Die lief und lief …..
Womit ich auch nicht zufrieden bin, sind einige immer noch nicht behobene Probleme mit dem Start und dem runterfahren von Xfce. Das, sowie die Batterieanzeige, sind gegenüber der 6.04 echte Schwachpunkte. Downgraden werde ich nicht; werde mal nach langer Zeit wieder eine andere Distribution testen. Der Hardy Heron fliegt nicht so richtig.


Jun 23 2008

Sawfish schwimmt wieder munter

von oldman

sawfish window manager

Ein alter Bekannter wird seit einiger Zeit wieder aktiv weiter entwickelt. Sawfish, ein schneller und extrem konfigurierbarer Window-Manager, wird seit Juni 2007 von Janek Kocziki betreut und schwimmt anscheinend wieder munter durch die Gewässer.
Ich hatte ihn eine zeitlang verwendet, ihn dann aber aus den Augen verloren. Werde ihn jetzt aber mal wieder versuchen, zumal er auch in den ubuntu-Paketquellen ist und über synaptic schnell und komplikationslos installiert werden kann.
Bei Pro-Linux findet sich ein aktueller Artikel zur Installation und Konfigurierung. Sawfish lässt sich problemlos in Gnome und KDE integrieren, läuft aber auch solo. Mit einigen kleinen Zusatzprogrammen kann man sich eine kleine und schnelle Desktopumgebung bauen, die man in allen Belangen seinen Wünschen anpassen kann.


Jun 18 2008

Gnome Do – ein nützliches Hilfsmittel

von oldman

Gnome Do

Im gerade erschienenen Heft 07/2008 von linuxuser ist auch ein Artikel zu Gnome Do. Dabei handelt es sich um ein Hilfsprogramm a la Quicksilver für Mac OS X bzw. Gnome Launch Box.
Gnome Do ist Informationssucher, Dateihandlingprogramm und Starter. Für ubuntu steht es seit der Version 8.04 in den Paketquellen zur Verfügung.
Hat man das Programm gestartet und will es in den Hintergrund verbannen, reicht ein Klick auf eine beliebige Stelle des Desktops ausserhalb des Anwendungsfensters von Gnome Do – will man das Tool wieder nach vorne holen, tippt man [Windows-Taste]+[Leertaste]. Die Programmierer denken an jeden – so bekommt auch die [Windows-Taste] bei Linux immer mal etwas zu tun.