Jul 4 2009

40 Jahre hat es gedauert, bis

von oldman

ich Crosby, Stills and Nash live erleben konnte. Warum es so lange gedauert hat, hat viele Gründe (unter anderem politische), aber besser spät, als nie!
Das einzige Konzert auf ihrer Tour gaben sie gestern Abend in Bonn, auf der Museumsmeile, unter ausverkauftem Zeltdach, passend bei sommerlichen Temperaturen.
Mit betreten der Bühne wurden sie frenetisch gefeiert und sie können es immer noch! Crosby und Stills sind anscheinend körperlich nicht mehr so gut drauf wie Nash (der auch heute noch wie der Schwarm aller – wenn jetzt auch inzwischen äterer – Frauen aussieht), aber dem Konzert tat das keinen Abbruch.
Vor der Pause, überwiegend nur mit akustischen Gitarren, wurden die ruhigen Stücke gespielt und es ist phänomenal, wie ihr Markenzeichen, der Satzgesang, auch heute noch klingt. Nach der Pause dann der überwiegend elektrische Part und Stephen Stills zeigte, warum das Rolling Stone Magazin ihn 2003 auf Platz 28 der 100 besten Gitarristen aller Zeiten gewählt hat.
Das Publikum erwies sich als extrem textsicher, was die Musiker sichtlich begeisterte und nach gut zwei Stunden toller Musik und Stimmung, war ich froh, Crosby, Stills and Nash doch noch live erlebt zu haben.
Heute sind sie in Paris, am Montag in Amsterdam (beides ausverkauft); am 7.7. in Brüssel gibt es noch Karten.


Aug 11 2008

‘Frauen verändern die Welt’ – Bonner Museumsmeile

von oldman

Die Museumsmeile Bonn ist ja zumindest im Sommer mehr für ihre Freiluft-Konzerte bekannt. Nicht übersehen sollte man aber die Ausstellungen, bei denen eigentlich immer eine dabei ist, die einen Besuch lohnt. Zur Zeit sind es gleich drei, von denen wir uns

    Daigo-ji – Der Geheime Buddhismus in Japan (25. April bis 24. August 2008)

und

    Frauen verändern die Welt (Fotografien von Phil Borges; Verlängerung: 10. Juli bis 31. August 2008)

angesehen haben. Beides sehenswert und auch ohne weiteres an einem Nachmittag machbar, ohne dass es zur ‘Überfütterung’ kommt.

frauen veraendern die welt

Sehr beeindruckend ist die Ausstellung “Frauen verändern die Welt”, einmal wegen der Fotos, die in einem bestechenden Fotodruck erstellt sind und auf den ersten Blick einen 3D-Effekt vermuten lassen. Die Fotos in schwarz-weiss, nur die Gesichter in Color. Der Bildband vom Frederking und Thaler Verlag für 19,90 EUR gibt die Fotos ebenfalls ganz toll wieder, kann natürlich nicht mit dem Ausstellungsformat mithalten. Es sind berührende Porträts von starken Frauen weltweit – ein Manifest der Eigeninitiative.

„Frauen verändern die Welt”, so hat der Fotograf Phil Borges seinen Bildband überschrieben, in dem er Frauen aus aller Welt porträtiert. Die Originalfotos sind erstmals in Deutschland zu sehen. Die Kunst- und Ausstellungshalle zeigt die Ausstellung in ihrem Zentralkabinett.
Sie zeigen die Porträts von Frauen aus aller Welt, denen es mit Hilfe von CARE gelungen ist, in ihrer Gemeinschaft Veränderungen herbeizuführen, auch wenn die Umstände gegen sie sprachen. Durch Courage und Beharrlichkeit haben sie sich mit Hilfe eines Mikrokredits aus ihrer Opferrolle befreit und sind zum Vorbild geworden. Ihre Erfolgsgeschichten machen Mut und zeigen: Die Zukunft ist weiblich.
(Quelle: KAH)

Electric Treasures

Bei der Gelegenheit habe ich mir endlich auch die CD Electric Treasures geholt. Das Konzert hatten wir ja Live in der Kunst- und Ausstellungshalle erlebt und die (Doppel-) CD wurde vor kurzem endlich veröffentlicht. Auch von der CD eine faszinierende Musik.
Gut, dass dieses Konzert den Weg auf CD gefunden hat. Zweimal 45 Minuten besonderer Klangwelten. Hörenswert!


Apr 5 2008

Vormerken: Return to forever in Bonn

von oldman

Auf dem Museumsplatz in Bonn gab es die letzten Jahre tolle Konzerte und auch in diesem Jahr sind einige interessante Künstler dabei.
Für mich das absolute Highlight in diesem Jahr:

Return to forever

Und auch noch in Originalbesetzung mit Chick Corea, Stanley Clarke, Al Di Meola, Lenny White!

Das Konzert findet am 20.07.2008 statt – ratet mal, wo ich an diesem Tag zwischen 17:00 und 22:00 Uhr sein werde? :-)

>>>>> Homepage der Band
>>>>> Wikipedia zur Band
>>>>> Konzertplan des Museumsplatzes


Mrz 17 2008

Sizilien – von Odysseus bis Garibaldi in der KAH Bonn

von oldman

Sizilien in der KAH

Regen war angesagt und die Ansage stimmte, so dass wir uns ins Museum bewegten. In der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (KAH) in Bonn gibt es noch bis zum 25. Mai 2008 die Ausstellung Sizilien – von Odysseus bis Garibaldi.
Sizilien ist für mich eine der interessantesten und auch schönsten Inseln des Mittelmeers. Keine Strandinsel, aber voller Geschichte und unverbauter Landschaft. Zweimal war ich dort und obwohl ich es inzwischen vermeide zu fliegen, werde ich wohl noch einmal dorthin fliegen.

Die Insel war mal das Zentrum des antiken Griechenlands und viele antike Gelehrte lebten dort. Allenthalben trifft man auf die Zeugnisse dieser Zeit; auch die Araber haben ihre Spuren hinterlassen. Die Ausstellung zeigt vieles aus dieser Zeit.

Das Miteinander dieser Kulturen hat auf der Insel ein reiches und faszinierendes Erbe hinterlassen. Mit ca. 300 hochrangigen Werken zeichnet die Ausstellung dieses kulturelle Erbe nach: Von den ersten Spuren menschlicher Präsenz aus der Altsteinzeit bis zur Ankunft Giuseppe Garibaldis im Jahr 1860 wird die wechselvolle Geschichte der Insel erzählt und die Einflüsse der vielen Völker und Herrscher veranschaulicht. So führt der chronologische Rundgang von den einheimischen Sikanern und Sikulern, den eingewanderten Phöniziern, Griechen, Römern, Byzantinern und Arabern über die Herrschaft der Normannen und Hohenstaufer bis zu den Dynastien der Aragonesen, Habsburger und Bourbonen.

Ein halbstündiger Film im Begleitprogramm zeigt die wesentlichen Orte der Insel.
Bis zum 4. Mai 2008 werden zusätzlich in einer Fotopräsentation Bilder des Fotografen der KAH (Peter Oszvald) gezeigt, die die Ausstellung mit Impressionen des heutige Sizilien ergänzen.


Okt 14 2007

Oechsle tanken!

von oldman

Und schon wieder ein Tag, den man geniessen muss! Morgens kalt, dann kommt die Sonne und kämpft den Nebel nieder, der Himmel kräftigblau und darunter die warmen Herbstfarben. Nichts wie ‘raus und mit dem Fahrrad durch den Kottenforst nach Bad Godesberg und zur Museumsmeile. Unterwegs treffe ich diesen Zeitgenossen, der die Temperatur etwas zu optimistisch interpretiert.

Kaltduscher

Museumscafe – ein Platz an der Sonne, mit Blick auf das Zeltdach, unter dem im Sommer die Konzerte stattfinden. Jetzt laufen schon die Vorbereitungen für die Eröffnung der Open-air-Eisbahn. Bei dem Wetter noch garnicht ‘dran zu denken. Aber in den Supermärkten gibt es ja auch schon den Weihnachtskram.
Nach Kaffee und Kuchen über Bonn zurück durch den Kottenforst nach Haus. Wenn wir Menschen auch Oechsle tanken können, dann war heute ein Tag dafür! Ich habe wohl Vorrat für ein paar trübe Wintertage gespeichert.


Sep 22 2007

Markus Stockhausen “Electric Treasures”

von oldman

“Da könnten wir doch mal hingehen!” Angekündigt wurde, als Rahmenprogramm zur Ausstellung “Ägyptens versunkene Schätze”, ein Konzert von Markus Stockhausen im Forum der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland am 21.09.2007.
Gesagt, getan – zumal auch die für diesen Abend avisierte Bandbesetzung einiges versprach: Arild Andersen am Bass, Vladislav Sendecki Keybords und Patrice Heral Percussion. Wohlfeile 11,- EUR – da kann man nicht viel falsch machen, wie es so schön heißt!
Vorab – das Konzert war jeden Cent und mehr wert! Geführt von Markus Stockhausen erklommen die Musiker die Höhen der Jazzmusik. Die Rythmusgruppe machte Druck, rockte in einigen Passagen. Ein expressiver Kontrast zu den elektronischen Klängen (deswegen “Electric Treasures”), was zu einem homogenen Ganzen führte. Eine Anmerkung zu Patrice Heral: Mit seinen Percussionsinstrumenten und seiner Stimme, unterstützt von Elektronik, schafft er es solo ein Stück am Leben zu erhalten.
Die 2 Sets (jeweils gut 50 Minuten lang) ließen Bilder entstehen, unterstützt von den Lichtinstallationen von Rolf Zavelberg. Den zu dieser Musik passenden Film würde ich gern sehen.
Leider gibt es von dieser Besetzung noch keine CD – vielleicht ist dieses absolute Highlight aufgezeichnet worden und wird veröffentlicht? Wenn diese Besetzung in Eurer Nähe spielt – hingehen und genießen!!


Sep 19 2007

April im September

von oldman

Regen schlägt gegen die Fenster, das Thermometer zeigt +10°C und für den Rest des 18.09.2007 ist auch keine Wetterbesserung avisiert (was sich dann leider bewahrheitet). Ich entscheide mich für eine zusätzliche Stunde Schlaf und träume von besserem Wetter.
Was macht man an so einem Tag mit Sturm und Regengüssen – Museum! Lange nicht gewesen, also akzeptiert. Wohnt man vor den Toren von Bonn, ist man schnell an der Museumsmeile, einem der schönsten Museumsplätze Deutschlands. Allein die Architektur des Kunstmuseums Bonn und der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (KAH) lohnen einen Besuch. Jahreszeit und Licht setzen immer wieder neue Akzente.
Vor der Beschäftigung mit der Kunst muß (frei nach dem Motto von B. Brecht: “Erst kommt das Fressen und dann die Kunst.”), erst mal der Körper gestärkt werden. Auch hierauf sind die Museen eingerichtet – ab ins “Cafe im Kunstmuseum”. Frühstück von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr – passt! Diverse Frühstückchen – vom Müsli bis zum Frühstück “Gesundheitsreform” Variante a: ‘Kassenmodell’ [trockenes Brötchen, Leitungswasser] Rezeptgebühr / Zuzahlung 3,- EUR; Variante b: ‘Privat’ [2 Brötchen, Schwarzbrot, Croissant, Butter, 2 Marmeladen, Tomate/Mozarella, Schinken, Käse, Ei, Obst, Kräuterquark, Orangensaft, 1 Glas Sekt, auf Wunsch Tageszeitung, Visite durch jugendliche Assistenzärzte] macht 15,20 EUR.
Tageszeitungen und Illustrierte stehen allen Gästen zur Verfügung. Selbst so exotische Publikationen wie das “Strassenbahn Magazin” sind vorhanden.

In der KAH gibt es eine Doppelausstellung: “Ägyptens versunkene Schätze” und “Planet Meer”. Während die eine durch Menschenhand geschaffene Schätze zeigt, die lange im Meer versunken waren, werden passend dazu Schätze der Natur präsentiert. Auf großformatigen Fotos werden Einblicke in die Unterwasserwelt geboten, die auch den durch diverse Fernsehberichte verwöhnten noch Neues bieten.
Die Ausstellung “Ägyptens versunkene Schätze” zeigt Unterwasserausgrabungen und deren Ergebnisse. Die Ausgrabungen fanden an der Küste Ägyptens, dort wo man Alexandria vermutet, statt. Vieles ist noch ungehoben, aber das was gezeigt wird, ist mehr als beeindruckend.

Wir verlassen das Museum, es regnet noch immer (oder schon wieder). Der Museumsbesuch war eine gute Entscheidung.

Mehr Informationen zu “Planet Meer” und zu Ägyptens Schätze unter Wasser.