Jan
12
2010
von oldman
Herbert hat mal wieder zugeschlagen und er hat aus dem Vollen geschöpft. Seine »Ruhrgebietshymne«, deren Text ich heute in unserer Tageszeitung lesen durfte, besitzt die Eignung, als Grundlage einer esoterischen Gesellschaft zu dienen. Die Exegese dieses Textes wird in Jahrhunderten noch nicht abgeschlossen sein.
Komm zur Ruhr
Wo ein raues Wort dich trägt, weil dich hier kein Schaum erschlägt,
wo man nicht dem Schein erliegt, weil man nur auf Sein was gibt.
Wo man gleich den Kern benennt und das Kind beim Namen kennt.
Von klarer offner Natur, urverlässlich, sonnig stur,
leichter Schwur: Komm zur Ruhr.
Schnörkellos ballverliebt, wetterfest und schlicht.
Geradeaus, warm, treu und laut –
hier das Leben, da der Mensch, dicht an dicht.
Jeder kommt für jeden auf, in Stahl gebaut.
Und der Hang zum dürretrockenen Humor.
Und der Gang, lässig und stark.
Wer morgens verzagt, hat’s mittags längst bereut.
Es ist wie es ist, es wird Nacht und es wird Tag.
Wo ein raues Wort dich trägt, weil dich hier kein Schaum erschlägt,
wo man nicht dem Schein erliegt, weil man nur auf Sein was gibt.
Wo man gleich den Kern benennt und das Kind beim Namen kennt.
Von klarer offner Natur, urverlässlich, sonnig stur,
so weit so pur: Komm zur Ruhr.
Leute geben, Leute sehn, sie bewegen, sie verstehn, alle vom Flussrevier.
Dass der Rhein sich neu genießt, liegt an diesem Glücksgebiet.
Alles fließt, alles von hier.
Wo ein Wort ohne Worte zählt, dir das Herz in die Arme fällt.
Wo “woher” kein Thema ist, man sich mischt und sich nicht misst.
Wo man gleich den Kern benennt und das Kind beim Namen kennt.
Von klarer offner Natur, urverlässlich, sonnig stur – das ist Ruhr.
Seelenruhr von schwerverlässlicher Natur.
Urverlässlich, sonnig, stur – so weit, so ur: Seelenruhr.
Ich mein ja nur: Komm zu Ruhr.
Und ich mein ja nur – was will uns Herbert Grönemeyer damit sagen??
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Okt
4
2009
von oldman
Heute war das Konzert des Signum Saxophonquartett, in Bonn, im Kammermusiksaal des Beethovenhauses (Programm: Werke von Grieg, Lévy, Bach, Desenclos, Schostakowitsch, Iturralde). Ich hatte mir eine Karte geholt, habe mich auf das Konzert gefreut und fahre nichtsahnend nach Bonn rein. Dort dachte ich, micht trifft der Schlag – die Innenstadt gerammelt voll – was ich nicht wußte: Am 3. und 4.10. war Bonnfest, an beiden Tagen alles verkaufsoffen (wie ich jetzt lese). Mir kam es so vor, als ob die Geschäfte nach einem Jahr das erste Mal wieder geöffnet hatten. Was da unterwegs war, nicht nur zum Schauen, auch mit prallen Einkaufstüten in der Hand – um unsere schöne Konsumwelt muß uns nicht bang sein.
Der Konzertraum dagegen wie eine Oase, mitten in der Fußgängerzone, wenige Meter vom Trubel weg. Es waren sogar Plätze frei – da hätten sich noch Einige von den Schaufenstern losreissen können.
Das Saxophon kommt ja von der Klassik, das vergesse ich immer wieder, da durch Jazz und Rock mit dem Instrument (leider nur hörend) in Berührung gekommen. Klassische Musik auf dem Saxophon ist dann für mich eher gewöhnungsbedürftig, stellenweise eher langweilig. Die vier Musiker sind technisch brillant, aber letztlich fehlt etwas. Bei dem Stück von Fabien Lévy kam das aus den Instrumenten, was ich damit verbinde – expressive Klänge. Klassik auf Saxophonen ist für meine Ohren zu geschmeidig. Für den weit überwiegenden Teil des Pubklikums wohl eher nicht. Das war schneinbar alles Abo-Publikum und obwohl ich fast 59 bin, habe ich den Altersdurchschnitt wahrscheinlich entscheidend reduziert. (Was passiert mit den Klassikkonzerten, wenn sich die Rentneranzahl mit den geburtenschwachen Jahrgängen drastsich reduziert – ist mir da durch den Kopf gegangen?)
Aber dann läuft vielleicht HipHop im Kammermusiksaal und es ist ausverkauft. Warum auch nicht, immer noch besser, als Shoppen.
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Jan
23
2009
von oldman
Zu Haus, wegen (vorübergehender) Krankheit ans Haus gebunden; viel Ruhe, was sehr schön ist. Das Wetter bringt Regen, es ist grau und kahl draussen, halt der übliche Winter im Rheinland. Lesen, bloggen kann ich auch nicht ständig. Da fällt mir eine kleine silberne Scheibe in die Hände (auch CD genannt).

Tango, südamerikanische Klänge, afro-orientalische Klangstrukturen, europäische Klassik und amerikanischem Jazz – gespielt auf dem Akkordeon, schaffen eine Atmosphäre, die wunderbar zu dieser Freitagsmittagsstunde passen. Und Manfred Leuchter beherrscht sein Instrument in grandioser Art und Weise. Die Band rundet das Klangbild ab. Ich mag diese Musik.

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Jan
19
2009
von oldman
Ein akzeptabler Lösungsvorschlag?
Die Regierung der Isle of Man will sich als Pionier einer Kulturflatrate profilieren. Gegen einen zusätzlichen Aufschlag auf die Monatsgebühr für ihren Breitbandanschluss sollen die vom Königreich unabhängigen Insulaner dann nach Herzenslust legal Musik aus dem Netz herunterladen können.
“Der Aufpreis muss nicht mehr als ein Euro oder vielleicht auch nur 50 Cent betragen”, sagte Berry gegenüber heise online. Die ersten Reaktionen aus der Musikbranche seien positiv.
Gegen 1 EUR oder 50 Cent dürfte eigentlich niemand etwas haben. Und über die Masse sollte es sich auch für die Musikindustrie rechnen. Dagegen steht eigentlicht nur der Vorschlag “ganz für lau”.
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Nov
28
2008
von oldman
Heute bei sueddeutsche.de, Michael Cretu gibt ein Interview mit dem Titel: “Musik ist wie Klopapier”.
Da wird über Geld geredet, welches man hat, was einem aber fast peinlich ist, man redet nicht gern drüber, da man nur die Musik liebt und das Geld eine quasi lästige Begleiterscheinung ist. Dann aber das:
SZ: Wenn es Ihnen nicht ums Geld geht, warum stellen Sie Ihre Musik nicht kostenlos ins Internet?
Cretu: Das ist gegen jede marktwirtschaftliche Überlegung.
SZ: Na und?
Cretu: Wenn ich etwas leiste, will ich auch einen Preis dafür. Sonst ist es Diebstahl. Sie gehen ja auch nicht in den Supermarkt und nehmen sich drei Joghurts, weil Sie sagen: Na, die haben eh genug Joghurts. Nein, das ist Raub! Das ist wie CDs klauen im Plattenladen.
Ein dümmlicher Vergleich! Wenn er seine Musik zum kostenlosen Download ins Internet stellt, dann wird er nicht beklaut. Aber da hört es halt auf mit der Verachtung des Geldes.
Die aktuelle Musik mag er eigentlich auch nicht. “Heute ist Musik wie Klopapier – es ist beliebiger und austauschbarer geworden.” Mal abgesehen davon, dass viele Menschen ihr Klopapier durchaus nicht als “beliebig” und “austauschbar” bezeichnen würden, trifft dieses Urteil – wenn überhaupt auf Musik anwendbar – auch auf die Musik von vor 10, 20, 30, 40 …. Jahren zu. Derartige Musik gab es immer.
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Okt
4
2008
von oldman
Nächste Woche Freitag, am 10. Oktober, spielt in der HARMONIE in Bonn-Endenich eine der ‘Rocklegenden’ – Carl Palmer, Schlagzeuger von Emerson, Lake and Palmer und von Asia.
Mit ihm treten auf: Paul Bielatowicz, Gitarre und Stuart Clayton, Bass. Auf dem Programm steht das Emerson, Lake and Palmer- Erfolgsalbum „Pictures At An Exhibition“ (1971″). Grandiose Songs wie „The Gnome“, „The Hut Of Baba Yaga“ oder „The Old Castle“ kommen zur Aufführung. Erinnert Ihr Euch noch?
Ich habe Karten, noch gibt es welche!
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Okt
2
2008
von oldman

Vom 01. November bis 09. November 2008 finden die 29. Leverkusener Jazztage statt. Auch diesmal wieder ein hochkarätiges Programm, nicht nur für Jazzliebhaber.
John McLaughlin & Chick Corea Five Peace Band, Maceo Parker & WDR Big Band, David Sanborn, Roger Hodgson, The Headhunters, Steps Ahead, Adrian Belew und, und …
Zwei Abende werde ich wohl nach Leverkusen fahren. Kandidaten wären Maceo Parker & WDR Big Band und Adrian Belew – oder Steps Ahead??
Bisher war da immer eine tolle, entspannte Atmosphäre. Es lohnt sich.
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Sep
30
2008
von oldman
Gestern Abend auf dem Bonner Münsterplatz

Noch bis zum 05.10.2008 – jeden Abend ab 20:00 Uhr – die Bonner Klangwellen.
Musik, Licht und Wasser – sehenswert!
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