Feb
11
2010
von oldman
Da hatte ich mich vor wenigen Tagen schon fast vom Winter verabschiedet – das war ein Trugschluß! Wir ersaufen im Schnee, und das zu Karneval! Es schneit schon den ganzen Tag; zum Glück ist der Schnee wegen der Kälte sehr pulvrig, so dass er sich leicht bewegen lässt.
Es sieht ja schön aus, das frische Weiß, aber ich wäre nicht böse, wenn so langsam Schluß damit wäre und das Grüne käme!
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Sep
19
2009
von oldman
Dominik Brunner hat sein Leben lassen müssen, weil er Zivilcourage gezeigt hat. Die, denen er geholfen hat, danken es ihm. Die Politiker sprechen von mehr Polizeipräsenz in S-Bahn und auf Bahnhöfen. Das war auch bei der letzten ähnlichen Tat in München so, geschehen ist nichts. Einer der Täter ist bei der Polizei bestens bekannt; es wurde bereits gegen ihn ermittelt.
Das neueste sog. Terrorvideo führt da zu anderen Reaktionen. Bund und Länder erhöhten von Freitag an und bis auf weiteres die Polizeipräsenz vor allem an Flughäfen und Bahnhöfen. Auf einmal geht das – wenn Menschen durch nicht politisch motivierte Gewalt sterben, wird nichts unternommen?
Eigentlich müßte jede Woche ein Terrorvideo veröffentlicht werden, damit couragierte BürgerInnen in S-Bahnen und auf Bahnhöfen vor jedweder Form von Gewalt geschützt werden!
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Mai
27
2009
von oldman
Beim Flanieren durch die Straßen fallen mir immer häufiger Geschäftsbezeichnungen ein, die nur dem Eingeweihten oder dem Schlußfolgernden sagen, um was es dort geht. Ein gutes Beispiel ist der gute alte Friseur, der so langsam auszusterben scheint. Die Inhaber dieser Friseur-Geschäfte scheinen nichts mehr zu fürchten, als sich Friseur zu nennen und so kommt es zu wahren Kreativitätsexplosionen. Ein paar Beispiele:

Copyright by oldman

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Was sollen uns diese Bezeichnungen sagen? Hat sich die Kreativität hier schon bei der Namensfindung erschöpft? Oder noch schlimmer – lassen die Geschätsbezeichnungen auch auf die Art und Weise des Haareschneidens schließen? Ich gehe da nicht ‘rein, sondern suche nach wie vor einen Friseur auf!
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Mai
17
2009
von oldman
Reisen bildet und regt das Nachdenken an. Das habe ich auch in den vergangenen 2 Wochen erlebt, als wir kreuz und quer durch die Bundesrepublik tourten. Ein Beispiel:

So prangt es auf einem Schild am Eingang eines Parks. “…. bis zum Einbruch der Dunkelheit” las ich, als ich dort meinen Abendspaziergang starten wollte. Es war zwar noch zu hell, um von “Einbruch der Dunkelheit” zu sprechen, aber ich wollte ja noch ein paar Meter gehen (und auch den Park wieder verlassen können, ohne über den Zaun klettern zu müssen).
Einen Taschenkalender, aus dem ich entnehmen konnte, wann an dem Tag die Sonne untergeht (was nicht mit Dunkelheit gleichzusetzen ist, mir aber einen Anhaltspunkt gegeben hätte!), hatte ich nicht dabei. Auch diese Orientierung entfiel also. Meinem eigenem Empfinden mißtraue ich, seitdem mir meine Frau immer Licht macht, wenn ich lese, da sie der Meinung ist, das es viel zu Dunkel zum Lesen wäre und mir unterstellt, ich hätte Maulwurfgene (die mir das Sehen im Dunkeln ermöglichen).
Ja, wann beginnt also offiziell die Dunkelheit? Wikipedia hilft da auch nicht viel weiter:
Die Worte Helligkeit und Dunkelheit (auch Finsternis) werden meist für die subjektive Lichtempfindung benutzt, wie sie auf das Auge des Beobachters wirkt – Dunkelheit ist einfach ein niedriger Messwert an Helligkeit.
Will man Helligkeit (und somit Dunkelheit) objektiver bestimmen, sind zwei Effekte besonders zu berücksichtigen:
> die individuellen Eigenschaften des Auges
> gleichzeitige Strahlung im sichtbaren Wellenlängenbereich und im angrenzenden Infrarot bzw. UV.
Das hilft in dem Fall dem Spaziergänger auch nicht viel weiter. Ich habe das Problem gelöst, indem ich meinen Schritt beschleunigt und noch vor Sonnenuntergang den Park verlassen habe. Was mache ich aber an trüben, düsteren Tagen? Den Park gar nicht erst betreten?
Die Rätsel des Alltags.
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Mrz
23
2009
von oldman
Erstaunlich, was es alles gibt – eine Anti-Computer-Sekte:
Sie nennen die Demokratie ein “Prinzip des Teufels”, sagen, “das Tier der Apokalypse ist der Computer” und bezeichnen Bischöfe als “Knechte Luzifers”. Die “Marienkinder” sind eine höchst dubiose Glaubensgemeinschaft. All das hinderte den erzkonservativen Augsburger Bischof Walter Mixa nicht daran, 30 “Marienkinder” zu firmen.
Konsequenterweise haben die “Marienkinder” keine Homepage – hier einige Informationen.
Gefunden bei: Abendzeitung und Telepolis.
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Jan
18
2009
von oldman
In meiner Kindheit faszinierte es mich immer, wenn in den Western-Filmen die Trecks in den Westen, von Scouts durch völlig unwegsames Gelände geführt wurden. Und das über hunderte von Kilometern (oder Meilen, wie das im wilden Westen richtige Entfernungsmaß lautete). Es ging über Stock und Stein, verschneite Pässe, durch breite Fuhrten. Alles ohne Landkarten. Die Scouts hatten den wilden Westen im Kopf, vor dem inneren Auge. Sie hatten eine Vorstellung von diesem Teil der Welt.
Später übertrug sich die Faszination auf Karten jeder Art – Stadtpläne, Wanderkarten, Autokarten etc.. Besonders begeisterten mich die sogenannten Messtischblätter, die sehr detailgenau sind. Hatte ich mir die Karte einmal angesehen, hatte ich eine Vorstellung von der Landschaft, der Stadt und fand mich zurecht, auch wenn ich mal vom geplanten Weg abkam und die Karte nicht dabei hatte.
Vor kurzem fuhr ich mit einem Freund, der ein Navigationsgerät im Auto hat, eine längere Strecke. Nicht nur auf Autobahnen und Bundesstrassen, sondern sozusagen “über Stock und Stein”. Das Navigationsgerät führte uns fast metergenau und alles klappte wunderbar. Und ich muß sagen, daß ich davon begeistert bin, was dieses kleine Gerät alles kann (in Verbindung mit GPS) – auch neben der Navigation (MP3-Player, Freisprechanlage, Imagebetrachter).
Allerdings hätte ich die gefahrene Strecke nicht rekapitulieren können. Ich hatte keine Vorstellung von der Ebene, in der wir uns bewegt hatten. Versteht mich jemand, wenn ich sage, daß ich dies bedauere?
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Aug
19
2008
von oldman
Computer-Games waren und sind nicht mein Ding. Werden es auch nicht sein. Bestärkt werde ich durch solche Aussagen:
“Wir sehen im Spiel die gleichen Effekte, wie in der realen Ökonomie”, erklärt Gudmundsson. “Doch als Entwickler kann ich die Randbedingungen und Naturgesetze bestimmen. In gewisser Hinsicht macht mich dies zu einem Gott.”
(Eyjolfur Gudmundsson zu seinem Spiel Eve Online)
Mögen die Spieler diese Spiele durchaus engagiert angehen, ja ernst nehmen (was dem Spielgedanken widerspricht), manchmal bis zum Realitätsverlust. Wenn der Entwickler aber beginnt, sich als Gott zu sehen…….
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Aug
4
2008
von oldman
Ein 18 Jahre alter Schüler soll in Thailand beim Versuch, Szenen aus Grand Theft Auto 4 nachzuspielen, einen 54-jährigen Taxifahrer erstochen haben.
“Er hat gesagt, er wollte herausfinden, ob es im echten Leben so einfach wie im Spiel ist, ein Taxi zu klauen”, sagte ein Polizeibeamter der Nachrichtenagentur Reuters. Es geht um einen 18-Jährigen aus Bangkok, der leidenschaftlich den jüngsten Teil von Grand Theft Auto gespielt und dann im Stil des Spiels einen Taxifahrer überfallen und erstochen haben soll. Der Schüler wollte den Taxifahrer angeblich nicht töten, allerdings habe der sich bei dem Überfall stark gewehrt. Dem mutmaßlichen Täter droht die Todesstrafe. Der Schüler soll laut seinen Eltern bislang nicht weiter auffällig gewesen sein. Einer der thailändischen Distributoren von GTA 4 versucht nun, das auf Xbox 360 und Playstation 3 erhältliche Spiel aus dem Handel zu nehmen. Das Kultusministerium des Landes will sich verstärkt um das Thema “Gewalt in Spielen” kümmern.
Bei der Gelegenheit sollten auch die anderen Gewalt-Spiele überprüft werden. Aber wahrscheinlich muss erst jedes Spiel ausdrücklich zu Toten führen.
(Siehe auch dazu den Post von Tom zu Ego-Shooter-Spielen.)
Via: Golem
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