Okt
26
2008
von oldman
- wenn es eine von denen ist, die sich nicht an dem Wahnsinn der letzten Jahre beteiligt hat, die sich nicht an den Kettenbrief-Produkten der Invenstmentbanken und deren Las-Vegas-Geschäftspolitik eine goldene Nase verdienen wollte. Wenn sie nicht zu den Banken gehört, deren Nase jetzt grün und blau ist und – wie man so schön sagt – Rotz und Wasser heult. (Aber selbst denen sollten wir jetzt nicht durch abziehen des Bargeldes den Todesstoß versetzen.)
Ich belasse mein Geld bei meiner Bank. Sie hat sich schon immer für nachhaltige Geldanlage und nachhaltige Investitionen stark gemacht und entsprechend gehandelt. Solche Banken haben es verdient, wenn wir jetzt bei der Stange bleiben – damit es uns nicht so geht, wie dem Hot-Dog Verkäufer in Franks Artikel.
Und für die Zukunft dran denken: Eine hohe Rendite bedingt auch immer ein hohes Risiko! Viele würden heute liebend gerne ein paar Prozent Renditeversprechen gegen die Sicherheit – oder sogar die Wiederkehr ihres Anlagebetrages – eintauschen.
Ich habe lange nicht den Spruch: No risk, no fun! gehört.
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Okt
12
2008
von oldman
lautet der Titel eines Buches von Werner Rügemer. Es geht um Public Private Partnership (PPP).
Neben den Merkmalen und bisherigen Ergebnissen in England bietet dieses Buch Falldarstellungen über Akteure, Lobbyisten-Netzwerke und Gesetze in Deutschland. Charakteristika von PPP, die den Medien, Abgeordneten und Stadträten üblicherweise vorenthalten bleiben, werden offengelegt: Geheimhaltungspflichten, Wirtschaftlichkeitsvergleich, Auftragsvergabe, Vertragsgestaltung, Softkosten, »Lebenszyklusansatz«, Verpfändung der Verträge, Bonus- und Malussysteme, statistische Tricks.
Dieses Buch sollte die Stadtverwaltung der Stadt Bonn lesen. Wie bei bnlog.de zu lesen ist, will die Stadt Bonn eventuell künftig ein Hallenbad auf diese Art und Weise betreiben bzw. betreiben lassen.
In dem Buch werden diverse Beispiele aufgeführt, die zeigen, das PPP nicht die erhoffte Entlastung bringen muss. Die Regierung Blair vergab den Betrieb der Londoner U-Bahn gegen den Willen der Stadt an ein privates Konsortium. Ergebnis: In London fährt die teuerste U-Bahn der Welt, die Betreibergesellschaft hat vergangenes Jahr Insolvenz angemeldet und der Staat muss für sämtliche Schulden aufkommen.
Also Bonner Stadtverwaltung – oppasse!
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Apr
25
2008
von oldman
Die Preisentwicklung für Lebensmittel treibt in den Medien auch seltsame Blüten. Insbesondere Reis scheint das absolute Grundnahrungsmittel zu sein, selbst in Ländern, in denen man dies nicht so ohne weiteres vermutet.
Die NZZ vermeldet jetzt, das Reis auch in der Schweiz teuerer wird. Aber keine Angst, niemand muss dort deswegen hungern. Die Preissteigerung pro Kilo wird zwischen 10 und 40 Rappen liegen.
Das sind Steigerungsbeträge, die ohne die z.Zt. herrschende Nachrichtenlage wohl niemand einer Meldung für wert halten würde. Oder trifft dies die schweizer Banker besonders hart? Können sie sich ihr karges Reisgericht in der Mittagspause nicht mehr leisten? Richten wir eine Hilfsorganisation ein – oder noch besser: Jeder Steuerflüchtling, der sein Geld in die Schweiz verbringt, muss künftig ein paar Kilo Reis mitbringen, für die Banker!
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