Jan 16 2010

Karneval, die katholische Kirche und ein Karnevalsprinz moslemischen Glaubens

von oldman

Die Bonner haben ein Karnevalsprinzenpaar. Das muss so sein, wir sind schließlich im Rheinland. Karnevalsprinz ist in diesem Jahr Amir Shafaghi; er ist persischer Herkunft und moslemischen Glaubens. Den Karnevalisten macht das nichts aus – sonst hätten sie ihn wohl nicht zum Prinzen gewählt. Die katholische Kirche ist da ein Schlag härter.
Zum üblichen Karnevalsgottesdienst darf er – anders als die Prinzen der früheren Jahre – nicht reden. Er ist halt Moslem und da versteht die katholische Kirche keinen Spass! Es ein ökumenischer Gottesdienst mit katholischer Beteiligung und kein interreligiöser Gottesdienst.
Mir fällt dazu eine Sentenz von Georg Christoph Lichtenberg ein: »Glaubt ihr denn, dass der liebe Gott katholisch ist?«


Aug 26 2009

Die Türken stehen vor Godesberg

von oldman

könnte man meinen. Das beschauliche Bad Godesberg erregt Aufmerksamkeit besonderer Art. Künstler aus der türkischen Partnerstadt Yalova stellen n Godesberg aus und auf der Godesburg, dem Wahrzeichen des Bonner Stadtteils, wird den Gästen zu Ehren die türkische Fahne gehisst. Das scheint für Einige die Übergabe der Stadt an türkische Invasoren zu bedeuten. Erstaunlich, erstaunlich – hier hat sich anscheinend seit dem Mittelalter nichts weiter entwickelt. Aus einem Leserbrief, der heute im »General-Anzeiger« veröffentlicht ist (den ich nicht im Web gefunden habe):

»Auf einer Burg, einem Schloss, einer Residenz oder einem Dienstgebäude weht vom Turm oder Dach die Flagge des Burgherren, des Hausherrn oder des Präsidenten, also des Besitzers. Für Gäste, Jubiläen oder ähnliche zu würdigende Gelegenheiten wehen neben der eigenen Fahne deren Fahnen am Eingang.(…) Erlauben Sie mir den Hinweis, eine sorgsam durchdachte Flaggen-Hissordnung der Stadt wäre sicher hilfreich.«

Dieser Leserbrief stammt von einem Freiherrn, wie man unschwer am Text erkennen kann. Wir leben im Jahr 2009.
Ich bin mir sicher, dass die amerikanische Fahne auf der Godesburg nicht zu derartigen Reaktionen geführt hätte.


Jun 23 2009

Internetsteuer soll Zeitungen retten

von oldman

Wenn den Politikern nichts mehr einfällt, dann wird entweder eine Steuer erhöht oder eine neue Steuer in die Welt gesetzt. So jetzt der Vorschlag in den Niederlanden:

Eine niederländische Kommission hat eine Internetsteuer vorgeschlagen, die notleidenden Zeitungen helfen soll. Internetnutzer sollten jährlich zwei Euro zusätzlich zu ihrem Online-Anschluss bezahlen, empfiehlt eine von der Regierung eingesetzte Kommission in ihrem am Dienstag in Den Haag vorgelegten Bericht.

Wenn die Zeitungen von Niemanden gelesen werden – was soll dann diese Alimentation? Die Zeitungen werden dann gedruckt und anschließend vernichtet? Eine derartige Steuer ist Nonsens – hoffentlich schwappt sie nicht über die Grenze zu uns!


Jun 9 2008

Der chronisch Kranke ist bald Liebling der Krankenkassen?

von oldman

Wir stehen vor drastischen Änderungen des Krankenversicherungssystems, sofern nicht noch ein Wunder geschieht.
Die Einführung des Gesundheitsfonds und die daraus resultierenden Änderungen kehren das Unterste zu oberst. Eine Beseitigung der Finanzmisere des Krankenversicherungssystems wird dies nicht bringen, davon bin ich überzeugt.
Nicht mehr der gesunde Gutverdiener, sondern der chronisch Kranke wird der Liebling der Krankenkassen sein. Mit diesem kann man sich Geld vom Konkurrenten holen. Gesundheit steht nicht mehr im Vordergrund?

In Italien sind einige Ärzte den Weg des organisierten Verbrechens gegangen und sorgen großzügig für ihr Auskommen – auf Kosten der Gesundheit und des Lebens der Patienten.

Die Ermittler werfen ihnen vor, Dutzende von nichtsahnenden Patienten «sinnlosen, gefährlichen und unbegreiflichen Operationen» unterzogen zu haben. Einige dieser Operationen hätten sogar zum Tod von Patienten geführt, heisst es im Dossier der Staatsanwaltes In 90 Fällen haben die Patienten durch die Operationen schwere Verletzungen erlitten.

Der Eid des Hippokrates war einmal.


Apr 18 2008

Selbstzerstörung – wann ist der richtige Zeitpunkt?

von oldman

In den 60iger Jahren lief im deutschen Fernsehen die us-amerikanische Geheimagenten-Serie Kobra, übernehmen Sie. Zu Beginn jeder Folge bekam der Chef eines Teams ein Tonband mit einem Auftragstext, welches sich 8 Sekunden nach dem Abhören selbst zerstörte. Damals sehr spannend. Daran erinnert mich die Meldung über eine sich selbst zerstörende DVD.

Der Verfallsprozess der DVD-Disposable beginnt nicht etwa mit dem Öffnen der Packung, sondern soll erst einsetzen, wenn die DVD das erste Mal abgespielt wird. Innerhalb der nächsten 48 Stunden kann man sich den Inhalt so oft ansehen wie man will. Danach ist die DVD unleserlich.
Außerdem soll es DVD-Ds künftig mit einer einmaligen Abspielmöglichkeit und einer 8-Stunden-Haltbarkeit geben. Auch DVD-D+R mit Selbstzerstörungsmechanismus sind laut Hersteller geplant.

Für den Käufer soll der Vorteil im niedrigen Preis liegen und der Hersteller hofft, damit das illegale Kopieren zu vermindern, weil diese DVDs so billig sind.
Wieder ein weiterer Schritt in Richtung Müllvermehrung und Rohstoffvernichtung.

Allerdings – es gibt einige Filme, für die ich diese selbstzerstörende DVD passend finde, aber da müsste sich die DVD vor dem Abspielen selbst zerstören!

Quellen und weitere Informationen
Kobra, übernehmen Sie
DVD zerstört sich 48 Stunden nach dem Abspielen


Apr 4 2008

E-Plus: Internet-Flatrate – Base-Kunden wird gekündigt

von oldman

Werbung ist oft missverständlich – hier ist sie aber irreführend. E-Plus kündigt Kunden die Internet-Flatrate, weil sie für das genutzt wird, für das sie eigentlich da ist.

In dem Schriftstück heißt es zur Begründung der Kündigung, dass die Internet-Flatrate vorwiegend “zum Aufbau und Halten von Dauerverbindungen über mehrere Tage und zu permanenten Datenübertragungen verwendet” wurde. Es stellt sich also zwangsläufig die Frage, ob das nicht genau der Grund ist, dass jemand eine Daten-Flatrate bucht.

Eine Stellungnahme seitens E-Plus war nicht zu erhalten, wie auf Golem zu lesen ist. Ist E-Plus hier vom eigenen Geschäftsmodell ‘überholt’ worden und will jetzt davon frei kommen?

Diskussion bei >>>> onlinekosten.de

Update 07.04.2008
Base: Keine Klarheit zu gekündigten Internet-Flatrates

Update 10.04.2008
Base-Kündigungen: Harsche Kritik von Verbraucherschützern
Die von E-Plus ausgesprochenen fristlosen Kündigungen gegenüber ihren Base-Kunden ernten einhellige Kritik der deutschen Verbraucherzentralen. Base-Kunden wurde die gebuchte Daten-Flatrate gekündigt, ohne dass es eine vorherige Abmahnung gegeben hat und ohne einen klaren Kündigungsgrund zu benennen, kritisieren die Verbraucherschützer. Sie empfehlen, auf die Einhaltung des Vertrages zu pochen.