Feb 3 2010

Zahlen trotz Nichtabnahme?

von oldman

Eon nimmt wegen der Wirtschaftskrise weniger Gas von Gazprom ab, als vereinbart. Die nicht abgenommene Menge muss Eon nun aber doch bezahlen. Dieses Geld (100 Mio. USD) seihen aber nicht verloren, sondern würden auf die nächsten Jahre angerechnet, wenn Eon dann die vereinbarten Mengen abnimmt. Der Vertrag mit Gazprom sei so gestaltet, sagt man bei Eon.
Mag ja so sein – aber unter diesen Umständen wird auf die Verringerung des Gasverbrauchs (aus Gründen der Energieeinsparung) wohl wenig Wert gelegt.


Jan 6 2010

Bald ist es soweit

von oldman

Seit Montag bin ich wieder unterwegs, auf dem Weg zur Arbeit, mit der Bahn. Zum Glück ist es momentan kein Problem, einen Sitzplatz zu bekommen. Ab morgen wird das wieder anders, dann sind die Schulferien vorbei.
Was ich so bei meinen Beobachtungen im Zug feststelle: Immer mehr Fahrgäste verlagern ihr zu Hause in die Öffentlichkeit. Das mittlerweile fast jeder Zweite mit einem Kaffeebecher in den Zug steigt, ist ja normal. Interessant ist daran nur noch die Modellvielfalt der Thermosbecher, die zum Teil ein Fassungsvermögen eines halben Liters haben. Aber nicht nur Kaffee wird konsumiert – nein, auch komplette Frühstücke werden verzehrt – Müsli oder Obstsalat aus Plastikbehältern, in denen man das Essen für einen ganzen Tag aufbewahren könnte. Dabei wird noch Zeitung gelesen.
Ich warte auf den Moment, in dem die ersten Fahrgäste im Schlafanzug erscheinen und sich im Zug umkleiden. Die Bahn sollte in die Regionalzüge noch Bäder einbauen und auch Küchen. Werden wir wieder zu Nomaden?


Aug 26 2009

Die Türken stehen vor Godesberg

von oldman

könnte man meinen. Das beschauliche Bad Godesberg erregt Aufmerksamkeit besonderer Art. Künstler aus der türkischen Partnerstadt Yalova stellen n Godesberg aus und auf der Godesburg, dem Wahrzeichen des Bonner Stadtteils, wird den Gästen zu Ehren die türkische Fahne gehisst. Das scheint für Einige die Übergabe der Stadt an türkische Invasoren zu bedeuten. Erstaunlich, erstaunlich – hier hat sich anscheinend seit dem Mittelalter nichts weiter entwickelt. Aus einem Leserbrief, der heute im »General-Anzeiger« veröffentlicht ist (den ich nicht im Web gefunden habe):

»Auf einer Burg, einem Schloss, einer Residenz oder einem Dienstgebäude weht vom Turm oder Dach die Flagge des Burgherren, des Hausherrn oder des Präsidenten, also des Besitzers. Für Gäste, Jubiläen oder ähnliche zu würdigende Gelegenheiten wehen neben der eigenen Fahne deren Fahnen am Eingang.(…) Erlauben Sie mir den Hinweis, eine sorgsam durchdachte Flaggen-Hissordnung der Stadt wäre sicher hilfreich.«

Dieser Leserbrief stammt von einem Freiherrn, wie man unschwer am Text erkennen kann. Wir leben im Jahr 2009.
Ich bin mir sicher, dass die amerikanische Fahne auf der Godesburg nicht zu derartigen Reaktionen geführt hätte.


Aug 19 2009

Ein Leben ohne Führerschein – ist möglich

von oldman

Carsten Otte ist viel unterwegs. Zu Fuß mit dem Fahrrad, der Bahn oder dem Flugzeug. Manchmal auch im Auto – als Beifahrer.

leben_ohne_fuehrerschein

Er hat keinen Führerschein. Er hatte auch nie einen. Geht das? Es geht. Immer besser. Und Carsten Otte berichtet, wie es geht. In »Goodbye Auto« erzählt er von seinen abenteuerlichen Reisen, kuriosen Begegnungen und überraschenden Erlebnissen auf seinen Wegen ohne Auto durchs Land.
Das ist die Alternative – nicht das Elektroauto, oder? Wenn wir nicht selbst dazu kommen, wird uns die Wirklichkeit dazu zwingen. Auch Elektroautos füllen die Straßen, stehen im Stau, verbrauchen wertvolle Rohstoffe und auch Strom will erst einmal erzeugt sein.


Jun 4 2009

Tote zählen

von oldman

Beim Absturz der Air-France-Maschine sind nach neuesten Erkenntnissen insgesamt 28 Bundesbürger, und nicht 26, ums Leben gekommen, wird in den Medien gemeldet.
Für die Schweiz stellt sich das Unglück in Zahlen dagegen ‘positiver’ dar:

Beim Absturz der Air-France-Maschine über den Atlantik sind nach neuesten Überprüfungen drei und nicht wie bisher angenommen sechs Schweizer Staatsangehörige ums Leben gekommen.

Stellt man jetzt nationale Ranglisten der Todesopfer auf? An der Gesamt zahl ändert das ja nichts. Warum diese Nationenzählerei?


Aug 25 2008

Sterbehilfe oder lebensverlängernde Maßnahme?

von oldman

Die drei Autohersteller General Motors, Ford und Chrysler haben es jahrzehntelang versäumt, Autos zu konzipieren und zu bauen, die sparsam mit dem Treibstoff umgehen. Dies auch noch, als die japanischen und europäischen Hersteller mit entsprechenden Modellen auf dem Markt kamen. Ignoranz? Größenwahn?

Irgendwann merkt es dann aber auch der größte Ignorant, das es so nicht weiter geht. So auch die großen Drei. Und da die eigene Kraft nicht reicht, um das Lenkrad noch herum zu reißen, schreit man – nach wem wohl? – jawoll, nach dem Staat. 50 Milliarden Dollar soll der Staat als Kredit auskehren, zweckgebundene Kredite, die für die Entwicklung und Produktion umweltfreundlicher Autos verwendet werden sollen.
Erstaunlich, dass die großen Drei da jetzt schon dran denken. Und sie werden das Geld sicher auch bekommen, den welche Regierung wird sich den Untergang dieser Firmen anrechnen lassen wollen? Retten werden aber auch diese 50 Milliarden diese Saurier nicht.
50 Milliarden Dollar sind verdammt viel Geld. Aber das sind nicht mal 10 Prozent der 550 Milliarden Dollar, die die USA für Militärausgaben aufwenden.


Jul 12 2008

Hungerhaken gegen Fettleibigkeit?

von oldman

Allgemein wird beklagt, dass die Deutschen zu dick sind; die Bundesregierung startet eine Initiative gegen Übergewicht.
In der Mode spielt sich dagegen gerade das Gegenteil ab. Dort ist das Problem die Magersucht (wer soll die Mode für Magersüchtige eigentlich kaufen, wenn die Käuferinnen übergewichtig sind?). Dem will man jetzt mit Selbstverpflichtungen zu Leibe rücken.

Vertreter der Modebranche haben sich am Freitag in einer Vereinbarung mit Gesundheitsministerin Ulla Schmidt verpflichtet, keine krankhaft unterernährten Models mehr einzusetzen. Hintergrund sind erschreckende Zahlen zur Magersucht. 1,4 Millionen Jugendliche zwischen elf und 17 Jahren leiden unter Essstörungen. Nach der Charta mit dem Motto „Leben hat Gewicht“ müssen Models bei Modeschauen und auf Fotos künftig mindestens den Body-Mass-Index 18,5 – also etwa Konfektionsgröße 36 – haben und 16 Jahre alt sein.

Wohlgemerkt: Größe 40 bis 42 entspricht nach dem German Fashion Modeverband dem Bevölkerungsdurchschnitt.

Es gibt auch hier scheinbar eine Entwicklung in Richtung Extreme – entweder zu dick oder magersüchtig. Normal ist langweilig.


Jun 3 2008

Der Hummer stirbt den Benzinpreistod

von oldman

Etwas Gutes bringen die hohen Treibstoffpreise mit sich – der Hummer soll von General Motors nicht mehr weiter gebaut werden.

General Motors (GM) kapituliert vor den hohen Benzinpreisen und wendet sich von seinem Kultfahrzeug Hummer ab. Der spritfressende, monströse Geländewagen steht auf der Verkaufsliste des US-Autoherstellers.

Eine gute Nachricht. Ich hoffe, es findet sich niemand, der das Monstrum weiter produziert!